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Deine Muskeln trainieren sich nicht von allein, weißt du?!

ImageMit diesen Worten versuchte mein persönlicher Wii-Fit-Trainer, mich zurück zum Liegestütztraining zu beordern. "Es würde mir sehr viel bedeuten, wenn du wieder mitmachen würdest". Damit hat er mich dann überredet und ich hatte inzwischen genug verschnauft. Also an motivierenden Sprüchen mangelt es der neuen Wii-Fit von Nintendo nicht. Aber ist sie ansonsten eine wirkliche Sportalternative?


Neu an der Wii-Fit ist das Balance Board, auf welchem die meisten Sportübungen ausgeführt werden. Das Board ist mit Bewegungssensoren ausgestattet und überträgt via Funk die Bewegungen und die Position des Nutzers. Außerdem fungiert es beim Wii-Körpertest als Waage und der Schwerpunktbestimmung. Der Körperschwerpunkt ist ein entscheidendes Maß der Wii, denn bei vielen Übungen ist er von enormer Wichtigkeit und er bestimmt maßgeblich die Körperhaltung. Und diese zu verbessern würde ich als primäres Ziel der Wii-Fit auslegen. Am Ende jedes Körpertestes wird das persönliche Wii-Fit-Alter bestimmt. Aber dieses schwankt von Mal zu Mal doch erheblich und wird lediglich durch zwei Balanceübungen beeinflusst. Es ist soll wahrscheinlich eher als Ansporn für das Training dienen, wenn man mit 25 ein körperliches Alter von 44 angezeigt bekommt.



Für die sportliche Betätigung stehen einem dann vier Bereiche zur Verfügung. Zum einen kann man seine Beweglichkeit und Haltung durch Yogaübungen verbessern. Dabei erweist sich vor allem die Fähigkeit des Balance Boards den Körperschwerpunkt zu ermitteln als sehr hilfreich, um die richtige Position zu finden.

Allerdings sollte man nicht unaufgewärmt diese Übungen durchführen, dass es sonst leicht zu Verletzungen kommen könnte. Man könnte also versuchen, die Muskeln mit den Aerobic-Übungen aufzuwärmen. So zum Beispiel mit Step-Aerobic, bei der das Balance Board zum Stepper umfunktioniert wird oder man wählt das einfach Jogging, bei dem man lediglich die Wii-Fernbedienung in die Tasche steckt und schon läuft man durch virtuelle Landschaften.

Ansonsten gibt es leider nicht viele andere Aufwärmübungen, eine solche Kategorie wäre meiner Meinung nach wirklich zu wünschen. Man kann sich anschließend einigen Muskelübungen annehmen. Dabei gibt es vom Liegstütz bis zum Taillendreher viele verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren.

Alle Übungen werden einem beim ersten Mal ausführlich von dem virtuellen Trainer gezeigt und dieser macht das Training auch die ganze Zeit mit, so dass man stets den Bewegungsablauf verfolgen kann. Gleichzeitig bekommt man immer wieder Feedback à la "Dein linkes Bein zittert ein wenig" oder "Zähle laut mit, gleich haben wir es geschafft...". So lässt sich der innere Schweinehund leichter überwinden. Dennoch ist eigene Selbstmotivation und Engagement erforderlich, um wirklich effektiv zu trainieren. Aber schon allein die lustigen Balance-Übungen sind ein Grund die Wii anzuschalten. Durch Gewichtsverlagerungen kann man beispielsweise Kopfbälle üben, als Pinguin Fische fangen oder Seiltanzen. Und man merkt wirklich nach und nach eine Verbesserung der Balance!

Die Wii-Fit würde ich alles in allem eher als Ergänzung zum regulären Sport sehen, als kleine Betätigung für zwischendurch. Man kann schon den Muskelaufbau fördern, aber die Ausdauer wird kaum gefördert.

Autor: Denise Köppe

 

 
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