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Wie entsteht Darmkrebs?

Darmkrebs, auch unter dem Namen kolorektales Karzinom bekannt, bezeichnet einen bösartigen Tumor im Dickdarm  (Kolonkarzinom) oder Mastdarm (Rektumkarzinom). Im Dünndarm treten hingegen sehr selten bösartige Tumore auf. Der Krebs entwickelt sich dabei aus der Darmschleimhaut, genau genommen aus den Drüsenzellen der Schleimhaut. 

Neun von zehn Erkrankungen entwickeln sich aus gutartigen Darmpolypen. Die Entartung von vom Darmpolyp (Adenom) zum Krebs (Karzinom) kann rund 10 Jahre dauern. Die Ursachen dafür sind aufeinander folgende Genveränderungen (Mutationen) an den Schleimhautzellen der Darmwand. Sie führen dazu, dass die Zellen keiner natürlichen Wachstumskontrolle mehr unterworfen sind, sodass sich diese sich als Krebszellen bösartig und zerstörerisch ausbreiten können.    
Dabei ändern sich die Zellen nicht durch ein einzig schädigendes Ereignis. So häufen sich in Laufe der Jahre zahlreiche Genveränderungen in den Zellen an. Daher nimmt das Krebsrisiko mit steigendem Alter zu. Diese Genveränderungen können allerdings auch schon von den Eltern geerbt werden. Dann kann die Zellschädigung schon viel früher eintreten.

Zellteilung führt zur Wucherung des Tumors

Genveränderungen entstehen oft während der Zellteilung. Die Zellteilung führt dazu, dass sich die Zellen im Körper vermehren. Pro Sekunde sterben rund 50 Millionen Körperzellen ab – ebenso viele werden pro Sekunde durch Zellteilung neu gebildet. Vor einer Zellteilung müssen jedoch alle genetischen Informationen identisch verdoppelt werden, damit die Gene an beide Tochterzellen gleichermaßen vollständig weitergegeben werden können. Damit dies funktioniert, hat die Natur komplexe Kontrollmechanismen geschaffen, was die fehlerfreie Teilung einer Zelle in zwei Tochterzellen ermöglicht. Hin- und wieder treten bei der Zellteilung Schäden auf. Dies führt zur Veränderungen der Erbsubstanz, den so genannten Mutationen. Treten Mutationen an Zellen auf, die das Wachstum steuern und kontrollieren, wird es kritisch. Denn schnell gerät die Teilung außer Kontrolle und teilt sich häufiger, die von ihr abstammenden Zellen vermehren sich unkontrollierbar. Es entsteht ein Krebstumor. Der Tumor wächst und wächst und wirkt vor allem daher so zerstörerisch.

Das hinterlistige am Darmkrebs: Der Krebs kommt langsam und schleichend. Lange zeigt er keine oder nur sehr allgemein gültige Symptome wie Leibschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten oder sichtbare Blutauflagerungen. Dann ist die Krankheit jedoch oft schon weit fortgeschritten. Eine erfolgreiche Behandlung ist dann viel unwahrscheinlicher. Daher darf man nicht auf Darmkrebssymptome warten. Treten typische Symptome auf (siehe Kasten), ist sofort der Hausarzt zu befragen.

Symptome für Darmkrebs

Sie entdecken Blut im Stuhl.
Sie verlieren Blut oder Schleim mit dem Stuhlgang
Ihre Verdauung wechselt, mal haben Sie Durchfall, dann wieder Verstopfung.
Ihr Stuhl ist bleistiftdünn.
Sie haben zwingenden Stuhldrang, aber dann kein Entleerung
Sie haben öfter krampfartige Bauchschmerzen.
Sie leiden häufig an Übelkeit, Völlegefühl und Appetitlosigkeit.
Sie sind in der letzten Zeit ständig müde, sehr abgeschlagen und beobachten eine auffälligen Leistungsabfall.
Sie verlieren unbeabsichtigt Gewicht
Sie sind blass und wirken wie blutarm


Behandlung von Darmkrebs

Darmpolypen sind die Vorstufe zu Darmkrebs. Daher werden im Zuge einer Darmspiegelung sofort entfernt. Das Gewebe der abgetragenen Polypen wird anschließend im Labor feingeweblich auf Krebszellen untersucht. Dadurch könnten über 80 Prozent aller Darmkrebserkrankungen verhindert werden.

Darmkrebs gilt als geheilt, wenn es gelingt, das Krebsgewebe vollständig herauszuschneiden. Dies ist nur im frühen Stadium möglich. In einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium sollen die Therapien dazu dienen, den Krebs weitestgehend zu entfernen und eine weitere Ausbreitung des Tumor zumindest aufzuhalten. Damit kann die Lebensqualität aufrecht erhalten werden.
Nach der Operation wird der Tumor feingeweblich untersucht und daraus die weitere Therapieentscheidung gefällt.
Neben der Operation ist die Chemotherapie die wirksamste und erfolgreichste Behandlungsmethode gegen Darmkrebs. Welcher Patient jedoch von einer Chemotherapie tatsächlich profitiert, hängt in erster Linie von seinem Erkrankungsstadium ab. Darüber hinaus berücksichtigen Ärzte auch weitere Faktoren wie Aggressivität des Tumorwachstums und den Gesamtzustand des Patienten um hinsichtlich einer Chemotherapie die richtige Entscheidung zu treffen.

Über weitere Therapieformen sollte man sich beim behandelnden Arzt informieren. Wichtig bleibt jedoch: Wer sich der vielleicht unangenehmen Untersuchung stellt, kann sich unangenehme Krebsbehandlungen und vor allem die Angst vor der lebensbedrohlichen Krankheit stellen. Daher gehen Sie zur Krebsvorsorge. Tun Sie etwas für ihre eigene Gesundheit!


Weitere Infos der Felix Burda Stiftung:  www.darmkrebs.de

 
Autor: Julia Rauschenbach 

 

 
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Startseite arrow Arzt und Patient arrow Krebs arrow Wie entsteht Darmkrebs?  05:38    18.11.2017