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Wenn Götter in Weiß Fehler machen. Was tun bei Behandlungsfehlern?

RollstuhlDer Besuch beim Arzt ist nur selten angenehm. Doch da mit der Konsultation eines Arztes meisten Genesung einher geht, ist der Arztbesuch ein unabdingbare Notwendigkeit. Doch was passiert, wenn jene Besserung nicht eintritt?

Ursachen hierfür könnten einerseits körperliche Beschwerden und Probleme sein, doch auch ein Fehler bei der Behandlung durch den Arzt können die erhoffte Genesung bremsen.

Ein Behandlungsfehler wird definiert als eine nicht angemessene, zum Beispiel nicht sorgfältige, nicht richtige oder nicht zeitgerechte Behandlung durch einen Arzt und kann alle Bereiche ärztlicher Tätigkeit (Tun oder Unterlassen) betreffen, welche zum Schaden des Patienten führen.

Der Fehler kann hierbei rein medizinischen Charakters sein, sich auf organisatorische Fragen beziehen, oder es kann sich um Fehler nachgeordneter oder zuarbeitender Personen handeln. Auch mangelnde Aufklärung zu medizinischen Eingriffen und Risiken gelten als Behandlungsfehler.


Arten von Behandlungsfehlern 

Hierbei unterscheidet man nach Diagnosefehlern, Aufklärungsfehlern und Therapiefehler. Unter einem Diagnosefehler versteht man die fehlerbehaftete Beurteilung des Krankheitsbildes. Im medizinischen Alltag kommen Diagnosefehler häufig vor, denn die Symptome einer Krankheit sind immer eindeutig.

Verletzt der Arzt die Aufklärungspflicht über Art, Umfang und Risiken der Heilbehandlung, so begeht er einen Aufklärungsfehler. Das Ausmaß der Aufklärung muss immer von der medizinischen Situation abhängig gemacht werden.  Bei Anfängeroperationen und Eingriffen von unterdurchschnittlich qualifizierten Ärzten hat die Rechtsprechung eine Beweislastumkehr zugunsten des Patienten entwickelt. Hier müssen ggf. der Arzt und der Krankenhausträger nachweisen, dass eine ausreichende Versorgung durch qualifizierte Mediziner gewährleistet war.

In Deutschland gibt es ärztliche Therapiefreiheit. So kann der Arzt selbst über die Wahl der Behandlungsmethode entscheiden, der Arzt muss sich jedoch an die anerkannten Regeln der ärztlichen Behandlungsmethoden halten. Er ist grundlegend wichtig, dass eine gesicherte Behandlungsmethode gewählt wird. Gilt bei dem Krankheitsbild eine bestimmte Behandlungsmethode als Standard und "Überlegen", so kann die Wahl einer anderen Therapie einen Therapiefehler darstellen.


Leitlinien für die richtige Behandlung
 

Um zu erfassen, welche die richtige und geeignete Behandlung ist, gibt es medizinische Leitlinien, wissenschaftliche Empfehlungen, die präzise beschreiben, wie der Arzt behandeln sollte. Diese werden, wenn möglich, auf der Basis der evidenzbasierten Medizin (EBM) verfasst. Behandlungsfehler können beispielsweise beim Eingreifen in Notfällen und dem dazu gehörenden Transport, in der ärztlichen Praxis, bei Hausbesuchen oder im Krankenhaus auftreten.

 

Die Ursachen hierbei sind vielschichtig. Menschliche Fehler können ebenso eine Ursache sein wie äußere Bedingungen. Dabei sind typische Fehler:

• Verwechselungsmöglichkeiten, z.B. bei Medikamenten mit ähnlichem Namen und/oder ähnlicher Verpackung, Rechts-Links-Verwechselungen, Verwechselung von Patienten

• Kommunikationsfehler zwischen den Behandelnden

• Arbeitsbelastung

 

2006 wurden 10.280 Fälle seitens der Patienten eingereicht. Bei 4.747 Fällen konnte ein Behandlungsfehler jedoch ausgeschlossen werden. Die meisten Einzelvorwürfe betreffen Operationen (ca. 25 %), jeweils unter 10 % postoperative Therapien oder die Diagnostik.

 

 Autor: Julia Rauschenbach

 

 
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