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Was kann die neue elektronische Chipkarte ?

Elektronische GesundheitskarteDie Elektronische Gesundheitskarte gilt als das größte und wichtigste IT-Projekt in Deutschland. Obwohl sich die flächendeckende Einführung noch verzögert, laufen die Testphasen und Investitionen auf Hochtouren. Was steckt hinter der neuen Technologie, die politisch für soviel Diskussionsstoff sorgt ?

Alle Krankenversicherten in Deutschland, sowohl gesetzlich als auch privat, sollen in naher Zukunft eine „Elektronische Gesundheitskarte“ erhalten. Diese löst die herkömmliche Chip-Karte ab. Alle bisherigen Chipkarten-Daten werden auch auf der neuen Karte gespeichert sein. Dazu zählen z.B. alle versicherungsrechtlichen Daten, Name, Geschlecht und Geburtsdatum des Versicherten. Neu hinzukommen werden die Notfalldaten sowie ein Lichtbild des Krankenversicherten. Viele Kassen haben die Versicherten bereits aufgefordert, ein Foto einzureichen oder hochzuladen. Eine gesetzliche Mitwirkungspflicht dazu besteht aber nicht.

Die Karte soll technisch in der Lage sein, viele weitere Funktionen zu übernehmen. Dazu gehören das sogenannte elektronische Rezept ( „eREZEPT“ ), welches das herkömmliche Papierrezept ablöst, Impfstatus , Medikamentenunverträglichkeiten oder Röntgenbilder des Patienten. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer elektronischen Patientenakte. Ebenfalls gespeichert werden sollen alle Abrechnungsvorgänge über Leistungen, die der Patient in Anspruch genommen hat.

Da der Speicherplatz auf der Karte selbst technisch begrenzt ist, sollen diese Daten ausserhalb der Arzt- oder Therapeutenpraxis auf zentralen Servern gespeichert werden. Die Karte erfüllt dabei die Funktion eines elektronischen Schlüssels für den Zugang zum Datennetzwerk.  Alle Ärzte, Zahnärzte, Kliniken,  Apotheken, Krankenkassen und weiteren  Beteiligten am Gesundheitswesen werden an dieses vom Internet getrennte Gesundheits-Datennetz angeschlossen und bekommen Zugang zu den relevanten Gesundheitsdaten.

Die zentrale Datenspeicherung ist Gegenstand zahlreicher Kritiken, die von Datenschützern, Aktivisten und Politikern immer wieder vorgebracht werden. Denn es ist trotz aller Sicherheitsbeteuerungen bedenklich, sensible und vertrauliche Gesundheitsdaten millionenfach zu sammeln. Wie Datenskandale der jüngsten Vergangenheit beweisen haben, gibt es dazu berechtigten Grund.  

Aller Vorraussicht nach bleibt die Speicherfunktion der Karte freiwillig, kann also vom Patienten bzw. Versicherten abgelehnt werden. Man kann also als Patient selbst entscheiden, ob man es bei der minimalen Pflichtfunktion der neuen Karte belässt und auf weitreichendere Datenspeicherung verzichtet. Da viele Ärzte und Therapeuten die Bedenken teilen, dürfte man als kritisch gestimmter Versicherter mit diesem Wunsch in den meisten Fällen auf Zustimmung stoßen.

 

Autor: Jörg Wunderlich   joerg.wunderlich ( at) krankenkassenratgeber.de


Quellen: wikipedia, Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. (BDP)

 

 
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