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Was bringt das Hausarzt-Programm dem Patienten?

ImageDie Einschreibung in ein Hausarztprogramm bietet auch nach dem Wegfall der Praxisgebühr viele Vorteile für die Versicherten. Die Entscheidung trifft jeder für sich und seine Familie selbst. Welche Punkte sprechen für und welche gegen eine Teilnahme ?



Vorteile eines Hausarztprogramms

1. Der Hausarzt lotst durch das Gesundheitssystem und gilt als erster Ansprechpartner. Vor allem für ältere oder chronisch Kranke Menschen kann das sehr wichtig sein, weil er die gesamte Krankheitsgeschichte kennt und so besser auf den Patienten eingehen kann.

2. Die verbesserte Koordinierung ermöglicht es, dass belastende Mehrfachuntersuchungen vermieden werden können. Stress und gesundheitliche Risiken ( etwa durch Röntgen ) werden dadurch verringert und es wird wertvolle Zeit gespart.

3. Die Programme bringen bei einigen Krankenkassen auch direkte finanzielle Vorteile. So gewähren einige Krankenkassen ihren Versicherten eine Prämie bei Teilnahme. Dazu gehört die Bosch BKK ( 40 Euro Prämie pro Jahr max. für jedes versicherte teilnehmende Familienmitglied ) und die BKK Wirtschaft & Finanzen
( 40 Euro Prämie ).

4. Arzneimittel können gezielter verordnet und eingesetzt werden - unter Beachtung von Wirksamkeit, Preis und Menge.

5. Der Arzt hilft bei der Auswahl der Fachärzte und kann bei der Terminfindung unterstützen. Einige Programme bieten eine verkürzte Wartezeit bei Fachärzten oder Sondersprechzeiten, z.B. in den Abendstunden.

6. Die teilnehmenden Ärzte verpflichten sich, regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen und ihre Praxis mit bestimmten Standards auszurüsten. Dadurch wird eine hohe Behandlungsqualität auf dem neuesten Stand gewährleistet.


Mögliche Nachteile für den Patienten / Versicherten

Keine freie Arztwahl möglich
Wer sich einmal für das Programm entschieden hat, verpflichtet sich gegenüber der Krankenkasse Fachärzte nur auf Überweisung des von ihnen gewählten Hausarztes in Anspruch zu nehmen. Die Versicherten sind an die Wahl des Hausarztes mindestens ein Jahr gebunden. Ein Wechsel sollte nur aus wichtigem Grund, zum Beispiel bei einem stark gestörten Vertrauensverhältnis, erfolgen.

Zweitmeinung wird erschwert

Eine Zweitmeinung bei verschiedenen Fachärzten einzuholen ist dadurch sehr schwierig. Man vertraut dem Hausarzt. Zum Teil sind in den Verträgen zwischen Arzt und Krankenkasse bestimmte Behandlungsrichtlinien vorgeschrieben, an die sich der Arzt bei der Patientenversorgung halten muss, sodass die Therapiefreiheit des behandelnden Arztes manchmal eingeschränkt sein kann.

Kassen bekommen Zugriff
Die Krankenkassen erhalten Zugriff auf Behandlungsdaten und können somit Einfluss auf Therapieentscheidungen nehmen. Patienten haben nicht mehr die alleinige Befugnis über die eigenen Krankheitsdaten. Der Hausarzt ist von teilnehmenden Patienten autorisiert, Untersuchungsergebnisse und Befunddaten zu erheben und an Fachärzte weiterzureichen.

Hausarzt wird Pflicht
Bei jeder Erkrankung muss immer erst der Hausarzt aufgesucht werden, dieser soll damit den Überblick über die gesamte Krankheitsgeschichte behalten. Für den Patienten bedeutet dies jedoch einen Mehraufwand. Ausgenommen sind jedoch Notfälle, sowie Augen-, Frauen- und Kinderärzte.

Freie Arztwahl eingeschränkt

Nicht alle Ärzte nehmen am Hausarztprogramm teil.

Bindung an die Krankenkasse  
Mit einer Teilnahme verpflichtet man sich, mindestens für ein Jahr Mitglied der Krankenkasse zu bleiben.

 


Übersicht über die Hausarztprogramme der Krankenkassen

Über 40 Hausarztprogramme im Vergleich  Zur Liste

 

 

 

 

 
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