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Darmkrebs-Vorsorge als Kassenleistung

KrebszellenWer weder erblich vorbelastet ist und sich auch gesund ernährt, hat trotzdem keine Garantie nicht an Darmkrebs zu erkranken. Daher sollte man die Vorsorgeuntersuchungen unbedingt in Anspruch nehmen.  Es ist entscheidend, dass sich der Darmkrebs noch nicht auf die Organe ausgebreitet hat, dann ist er zu 90 bis 100 Prozent heilbar.



Das Vorsorgeprogramm zur Früherkennung von Darmkrebs richtet sich nach dem individuellen Darmkrebsrisiko der Menschen. Davon abhängig ist, wann und wie häufig welche Untersuchung sinnvoll ist. Wer kein erhöhtes Erkrankungsrisiko, beispielsweise familiäre Vorbelastung hat, sollte ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge gehen. Seitens der gesetzlichen Krankenkasse wird ab dem 50. Lebensjahr jährlich der Stuhltest auf verstecktes Blut sowie die Austastung des Mastdarms. Ab einem Alter von 55 wird eine Darmspiegelung als Vorsorge bezahlt.


Krebs-Vorsorge: Welche Krankenkassen bieten mehr ? 

Linktipp: Zur Übersichtsliste krebs-Vorsorge über den gesetzlichen Rahmen hinaus


Wer ein erhöhtes familiäres Risiko hat, bekommt viel früher die Kosten für Vorsorgeuntersuchung erstattet. In diesem Fall sollte man sich von einer humangenetischen Beratungsstelle über das weitere Vorgehen beraten lassen. Ergibt die Analyse des Familienstammbaums den Verdacht auf HNPCC, kann mit Hilfe molekulargenetischer Tests versucht werden, charakteristische Veränderungen der Gene in den Blutzellen einzelner Familienmitglieder nachzuweisen. Nicht alle Mitglieder der Familie sind Träger des veränderten Erbmaterials. Wird die typische Genveränderung nachgewiesen, sollte man sich den intensiveren Vorsorgeuntersuchungen für erblichen Darmkrebs unterziehen. Bei der Familiären Adenomatösen Polyposis (FAP) beginnen die Vorsorgemaßnahmen bereits im Alter von 10 Jahren ein, beim HNPCC startet die Vorsorge mit 25 Jahren.



Zur Darmkrebsfrüherkennung gibt es folgende Untersuchungsverfahren

Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Okkultbluttest):
Mit diesem Test lässt sich verborgenes, mit dem bloßen Auge nicht sichtbares Blut im Stuhl aufspüren. Jene Blutspuren können von Darmtumoren oder Darmpolypen aus dem Darminneren stammen. Der Test muss jährlich durchgeführt werden. Damit werden 25 bis 30 Prozent der Polypen und Tumoren gefunden.  Wen der Test positiv ist, muss unbedingt eine Darmspiegelung durchgeführt werden.

Austastung des Mastdarms: Diese einfache Methode kann der Hausarzt durchführen. Dabei tastet er den Mastdarms mit dem Finger ab. Damit wird etwa die Hälfte der Tumoren im Mastdarm entdeckt. Da zahlreiche Tumoren oder Polypen jedoch in höher gelegenen Darmabschnitten vorkommt, reicht dies nicht allein aus.

Darmspiegelung (Koloskopie):
Diese Methode ist am effektives und treffsichersten. Wird die Darmspiegelung regelmäßig angewandt, werden fast alle Polypen gefunden und abgetragen. Der Arzt führt hierbei ein dünnes, schlauchförmiges Untersuchungsgerät (Endoskop) durch den After in den Darm ein. An der Spitze des Gerätes ist eine Minikamera montiert, mit deren Hilfe das Innere des Darms genau inspiziert werden kann. Spezielle Instrumente können zudem Gewebeproben entnehmen.

Virtuelle Koloskopie (CT-Kolonographie):
Jenes High-Tech-Verfahren ermöglicht eine "Darmspiegelung von außen". Dabei werden Schichtaufnahmen vom Bauchraum erstellt, die mit Hilfe eines 3D-Computerprogrammes in ein räumliches Bild vom Darm umgewandelt werden. Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass kein  Untersuchungsinstrument in den Darm eingeführt werden muss. Es können hierbei jedoch kleine oder flache Darmpolypen übersehen werden. Wenn ein Polyp entdeckt wird, muss sich eine normale Darmspiegelung anschließen, um den Polypen mit Hilfe des Endoskopes entfernen zu können.

Julia Rauschenbach 

 

 
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