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Von der Vermutung zur Gewissheit – Der Besuch beim Arzt

Unterschieden wird zwischen Typ-1 und Typ-2-Diabetes. Viele Betroffene fragen sich, warum gerade sie erkranken. Ist es genetisch bedingt, sind es meine Lebensgewohnheiten? Die genetischen Anlagen sind nur ein Faktor. Untersuchungen an eineiigen Zwillingen haben ergeben, dass beim Typ-1 die Wahrscheinlichkeit, dass der Zwilling auch erkrankt bei 50 Prozent liegt.
Beim Typ-2 ist die Wahrscheinlichkeit noch geringer. Nur jeder dritte bis vierte Zwilling erkrankt. Neben der genetischen Prädisposition, auf die der Einzelne keinen Einfluss hat, spielt der Lebensstil eine wichtige Rolle. Welche Gewohnheiten ungünstig sind und was beachtet werden sollte um eine Diabeteserkrankung zu verhindern, wird im Folgenden näher erläutert.

Ursache für den ersten Typ ist ein Mangel an Insulin infolge einer Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen (Beta-Zellen). Diese Zellen gehören zur Bauchspeicheldrüse und sind ein bestimmter Typ der so genannten Inselzellen.

Am höchsten ist die Neuerkrankungsrate bei Kindern zwischen 11 und 13 Jahren. Deshalb wurde der Typ-1-Diabetes früher auch als jugendlicher oder juveniler Diabetes bezeichnet.

Als Ursache des Typ-1-Diabetes gilt heute das Zusammenwirken von erblicher Veranlagung, äußeren Faktoren (z.B. bestimmte Virusinfektionen) und einer Fehlsteuerung des Immunsystems. Bestimmte weiße Blutkörperchen (T-Lymphozyten) richten sich speziell gegen die Beta-Zellen. In Folge davon kommt es zum Untergang der insulinproduzierenden Zellen und zum absoluten Insulinmangel. Ohne Insulin kann jedoch Glukose nicht mehr aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen und verwertet werden. Der Zuckerspiegel im Blut steigt an und der Körper muss als Energiequelle sein Fettgewebe aufzehren. Wissenschaftler nehmen an, dass folgende Umwelteinflüsse Auswirkungen haben:

  • kaltes Wetter kann eine Ursache sein. Diabetes des Typ-1 entwickelt sich öfter im Winter als im Sommer und eher in kalten Gegenden
  • die zweite Ursache können Viruserkrankungen sein. Viren, die für die meisten unschädlich sind, rufen bei manchen Typ-1-Diabetes hervor
  • frühe Ernährungsgewohnheiten. Menschen, die gestillt wurden, entwickeln seltener diesen Diabetestyp

Beim Typ-2-Diabetes sprechen die Körperzellen nicht mehr so gut auf das Insulin an. Das kommt häufig ab dem vierzigsten Lebensjahr vor, weshalb er auch als Altersdiabetes bezeichnet wird. Zu den auslösenden Faktoren zählen fettreiche Kost, &Uuml und Bewegungsmangel. Auf Grund der veränderten Lebensgewohnheiten sind in den letzten Jahren zunehmend junge Menschen von ihm betroffen. Auch die Schwangerschaft ist eine kritische Lebensphase für die Entstehung von Diabetes. Normalerweise verschwindet er nach der Schwangerschaft wieder, die Anlagen für die spätere Entwicklung eines Typ-1 oder Typ-2-Diabetes. Oft dauert es sehr lange bis ein Diabetes erkannt wird. Dazu Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum vom Deutschen Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Deutsche Diabetes Klinik:

„Es dauert in Deutschland zurzeit im Schnitt noch ca. 5-8 Jahre, bis ein Diabetes mellitus Typ-2 erkannt wird. Ein Grund dafür ist, dass viele Menschen die Merkmale eines beginnenden Diabetes mellitus oder seiner Vorstufen nicht erkennen und deshalb nicht zum Arzt gehen. Außerdem wird ein leicht erhöhter Blutzuckerspiegel anfangs vom Patienten manchmal auch vom Arzt nicht ernst genug genommen. Wenn dann die Diagnose gestellt wird, bestehen häufig bereits Folgeerkrankungen an Nerven, Nieren, Augen oder anderen Organen. Nicht selten wird die Diagnose auch erstmals vom Augenarzt gestellt, wenn er diabetesspezifische Veränderungen am Augenhintergrund sieht.“

Aus diesem Grund empfehlen Ärzte regelmäßig einen Selbsttest durchzuführen, vor allem, wenn man ein erhöhtes Risiko aufweist an Diabetes zu erkranken. Der von der deutschen Diabetesgesellschaft entwickelte Risikotest gibt erste Hinweise. Mit ein paar Fragen kann online das Risiko an Diabetes zu erkranken, ermittelt werden.

 

 
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