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Versandapotheke oder Vor-Ort-Apotheke? Experten antworten

Versand-apotheke oder Präsenzapotheke?Die Entscheidung, ob man als Patient seine Medikamente im Internet bestellt oder lieber vor Ort in der Apotheke, muss jeder für sich selbst treffen. Folgende Interviews stellen Pro und Contra zusammenfassend dar.

„Die Stimme im Call-Center kann das menschliche Auge nie ersetzen“
Interview mit Heinz-Günther Wolf, Präsident des ABDA*

Worin sehen Sie die größten Schwächen von Versandapotheken ?

Heinz-Günter Wolf (ABDA): Die Versandapotheke kann nie die direkte Sicherheit bieten, wie eine Präsenzapotheke es kann. In der stationären Apotheke sieht der Apotheker die Verfassung des Patienten direkt und kann so mögliche Nebenwirkungen und Risiken bestmöglich ausschalten. Konkret: Wenn ein stark übergewichtiger Mann mit rotem Kopf in die Apotheke kommt und ein Schlankheitsmittel möchte, dann sieht der Apotheker, dass er eventuell ein Problem mit dem Blutdruck hat und kann darauf bei der Auswahl achten. Die Stimme im Call-Center kann das menschliche Auge nie ersetzen.

Versandapotheken gelten als preiswerter. Warum senken stationäre Apotheken nicht auch die Preise?

Es stimmt nicht, dass Versandapotheken generell preiswerter sind. Sie finden auf der Homepage der jeweiligen Versandapotheke immer wieder Lockangebote, die dann manchmal wirklich bis zu 30 Prozent billiger sind. Das sind aber immer nur einige wenige. Solche Angebote gibt es aber auch in den Präsenzapotheken.

Für ältere Menschen sind Versandapotheken ideal, da sie den manchmal beschwerlichen Weg zur Apotheke nicht gehen müssen. Was tun die stationären Apotheken, um auch diese Zielgruppe zu erreichen?
Die meisten Apotheken haben inzwischen einen Vertrag mit den Krankenkassen geschlossen. Der BARMER-Hausärzte und Hausapotheken-Vertrag ist da der bekannteste.
Bei diesem Vertrag kann das Medikament in bestimmten Fällen auch bis ans Bett gebracht werden - und das innerhalb weniger Stunden. Keine Versandapotheke kommt da logistisch mit.

Viele Versandapotheken bieten Patientenfragebögen an um optimal über Wechselwirkungen bei Medikamenten zu informieren. Ist die Beratung bei Versandapotheken dann nicht sogar intensiver als bei stationären Apotheken?
Das Hausapothekenmodell stellt auch eine Medikationsliste zusammen. Der Apotheker weiß dann über alles, was der Patient einnimmt, Bescheid. Dabei kennt er sowohl die frei verkäuflichen Medikamente die bei ihm erworben wurden, als auch die Medikamente die der Arzt verschrieben hat. Damit kann er auf eventuelle Unverträglichkeiten achten.

 

*Das Interview führte Julia Rauschenbach (krankenkassenRATGEBER 2/2005)



„Attraktiv für chronisch kranke Patienten“


Interview mit Dr. Thomas Kerckhoff, Vorsitzender des BVDVA*

KrankenkassenRATGEBER: Worin sehen Sie die Vorteile einer Versandapotheke?

Dr. Thomas Kerckhoff (BVDVA): Der Arzneimittelversandhandel ist attraktiv für chronisch kranke Patienten die ihre Medikamente gerne nach Hause geliefert bekommen. Der Weg in die Apotheke entfällt. Im Bereich der verkäuflichen Arzneimittel sind erhebliche Preisnachlässe möglich. Rabatte von bis zu 30 % sind keine Seltenheit.

Woran erkenne ich, dass die Versandapotheke sicher ist?
Deutsche Versandapotheken unterliegen den gleichen Gesetzen und
Vorschriften wie jede andere öffentliche Apotheke auch. Die lokalen Aufsichtsbehörden überwachen deren Einhaltung. Seriöse Versandapotheken erkennen Sie an den Pflichtangaben im Impressum - Name und Anschrift der Apotheke, Nennung der zuständigen Aufsichtsbehörde und der Apothekerkammer - oder an dem Gütesiegel Deutsche Versandapotheke.

Was leistet der BVDA bei der Sicherung des Gütesiegels?

Der Bundesverband Deutscher Versandapotheker überprüft, ob die Zulassung
als Versandapotheke besteht. Ist dies der Fall, so muss die Versandapotheke umfangreiche Auflagen und Qualitätsstandards erfüllen. Das Gütesiegel kann beim BVDVA beantragt werden, sobald man als Versandapotheke zugelassen ist und dies gegenüber dem BVDVA nachweisen kann. Versandapotheken werden vor allem auch für ältere Menschen angepriesen, die sich schlecht fortbewegen können.

Haben aber nicht gerade die älteren Menschen große Probleme mit dem Internet?
Über 50 % aller Bundesbürger verfügen über einen eigenen Internetzugang. Eine weitere Zunahme ist zu erwarten. Unsere Kundenauswertungen zeigen, dass auch ältere Menschen sicher mit dem Medium umgehen können und das Internet nicht als Zutrittsbegrenzung empfunden wird.

Was sagen Sie zum Urteil der neuen Stiftung Warentest, das besagt, dass Versandapotheken mangelhaft seien?
Die Untersuchung der Stiftung Warentest ergab, dass 50 % der untersuchten Versandapotheken mit der Note mangelhaft und 50 % mit gut bewertet wurden.
Die Studie ist zu begrüßen, wenngleich das Ergebnis nicht befriedigend ist. Sie
hilft den Versandapothekern, die eigenen Schwächen zu identifizieren und diese abzustellen. Die schlecht benoteten Versandapotheken laufen Gefahr, ihre
Zulassung als Versandapotheke durch die lokalen Aufsichtsbehörden zu
verlieren.

Wie kann das Problem der mangelnden Beratung besser angegangen  werden?
Sollten Sie mit den Leistungen Ihrer Versandapotheke unzufrieden sein, so wenden Sie sich bitte direkt an deren Aufsichtsbehörde. Eine mangelnde pharmazeutische Beratung ist nicht zu akzeptieren. Kaufen Sie nur in einer Apotheke, in der Sie gut beraten werden.

 

*Das Interview führte Julia Rauschenbach (krankenkassenRATGEBER 2/2005) 

 

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3864 Medikamente.  Stand: 18.10.2017   Finden Sie jetzt Ihr Medikament.
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