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Vernetzt in die Zukunft – „Der Gesundheitsreform in die Karten geschaut“

GesundheitskarteSeit dem 1. Januar 2006 werden die neuen elektronischen Gesundheitskarten den Versicherten in Deutschland ausgehändigt. Was momentan in ausgewählten Regionen beginnt, wird schon bald für 72 Millionen gesetzlich und 8 Millionen privat Versicherte zum Standard werden.

Als vor nunmehr zwei Jahren das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft trat, wurde damit der politische Startschuss für ein beispielloses Innovationsprojekt gegeben.

Hauptinhalt des Vorhabens ist nichts Geringeres als die Digitalisierung und informationstechnische Vernetzung des gesamten Gesundheitssektors in Deutschland.

Gedruckte Rezepte auf Papier, Röntgenbilder in großformatigen Umschlägen, Doppeluntersuchungen aufgrund fehlender Befunde, aber auch Kartenmissbrauch durch Dritte könnten schon bald der Vergangenheit angehören.

Mit der IT-Offensive im Gesundheitswesen soll das Kunststück gelingen, durch Vereinfachung von Abrechnung und Verwaltung zehnstellige Beträge einzusparen und dabei gleichzeitig aber die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern.

Denn wenn Notfalldaten, Impfstatus, Krankheitsbefunde und Medikamentationen jedem Arzt in elektronischer Aktenform sofort vorliegen würden, könnten in Zukunft verhängnisvolle Behandlungsfehler vermieden werden, die leider immer noch an der Tagesordnung sind. So wies Bundesgesundheitsministerin Schmidt auf der CeBIT darauf hin, dass in Deutschland jährlich 10.000-30.000 Patienten an Medikamenten- Unverträglichkeit sterben. Fehler in Krankenhäusern gehören laut Wirtschaftswoche (Ausgabe 46/2005) zu den zehn häufigsten Todesursachen in Deutschland.

Aber mit den neuen Zauberwörtern Telematik und E-Health sollen nicht nur Missstände behoben, sondern auch völlig neue Behandlungsmethoden ermöglicht werden. Zum Beispiel könnten chronisch kranke Patienten künftig online zu Hause betreut, aktuelle Befunde von weit entfernt praktizierenden Spezialisten sofort begutachtet werden und sogar Tele-Operationen durchgeführt werden.

Grundlage all dieser Visionen ist aber zunächst die Schaffung einer technischen Infrastruktur mit einheitlichen Software-Standards. Simple Zahlen können die Dimension des Vorhabens deutlich machen: Mehr als 300 Krankenkassen 21.000 Apotheken, 3.500 Krankenhäuser und Rehazentren sowie alle Arzt-, Zahnarzt und Therapeutenpraxen in Deutschland sollen schrittweise an ein zu schaffendes zentrales Gesundheits-Datennetz angeschlossen und mit neuen Lesegeräten für das Herzstück des Projektes ausgestattet werden: die elektronische Gesundheitskarte (eGK).

Diese Chipkarte der neuen Generation wird gleichzeitig Notfallpass, Rezept, Impfausweis und Patientenakte in einem sein. Die Anwendung bleibt aber längst nicht auf Deutschland beschränkt. Die „europäische Rückseite“ der neuen Chipkarte wird die Versicherten berechtigen, medizinische Leistungen in EU-Mitgliedsländern in Anspruch zu nehmen und damit den bisherigen Auslandskrankenschein ablösen.



 

 
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