Startseite
Gesundheit
Arzt und Patient
Medikamente und Co
Gesetzlich versichert
Privat versichert
Service
Webmastertools
Impressum
Sitemap
News:    

Verdacht auf Behandlungsfehler? So gehen Sie vor!

NarbeEinen Behandlungsfehler zu entdecken ist nicht ganz einfach. Denn zwischen Arzt und Patient besteht ein entscheidendes Ungleichgewicht: Ärzte haben einen deutlichen Wissensvorsprung gegenüber Ihres Patienten sie wissen mehr über Krankheiten, Diagnostiken und Genesungsverläufen. Daher muss man Gespräche mit dem Arzt genau dokumentieren und sich ggf. Hilfe holen.

Laut aktueller Rechtssprechung muss der Patient den Behandlungsfehler und den daraus entstandenen Schaden nachweisen. Daher ist es wichtig, alle Rechnungen über Kosten, die entstanden sind, aufzubewahren.

Besteht Grund zur Annahme, dass ein Behandlungsfehler vorliegt, sollte der Patient zunächst das Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder einer Beratungsstelle suchen. Dabei ist es wichtig, einen Blick in die  Behandlungsdokumentation zu werfen und Kopien notwendiger Dokumente anzulegen. Erste Missverständnisse können hier bereits ausgeräumt werden.

Wenn dies nicht zur Lösung des Problems führt, sollte man ein Gedächtnisprotokoll über den Ablauf der vermuteten Fehlbehandlung  erstellen. Dort sind auch Namen und Anschriften etwaiger Zeugen, der nachbehandelnden Ärzte, Behandlungstermine und Untersuchungen festzuhalten. In das Protokoll gehört außerdem die Dokumentationen des Arztes/Krankenhauses, welcher/welches die Fehlbehandlung durchgeführt hat. Lassen Sie sich hierbei die Vollständigkeit und Richtigkeit schriftlich bestätigen.

Schlichtungsstellen unterstützen Patienten 

Zu ihrer Unterstützung stehen ihn die Schlichtungsstellen der Landesärztekammern zur Verfügung. Diese wurden von der Bundesärztekammer eingerichtet und dienen dazu, den Wissensvorsprung der Ärzte auszugleichen. Die Kosten eines von der Schlichtungsstelle beigezogenen Gutachters und die jeweils geltende Verfahrenspauschale trägt der Versicherer des Arztes bzw. der Krankenhausträger.

Die Schlichtungsstelle holt in eigener Regie entsprechende Gutachten ein, die für den Antragsteller ebenfalls kostenfrei sind. Die bei den Schlichtungsstellen und Gutachterkommissionen erstellten Gutachten werden in aller Regel von den zuständigen Haftpflichtversicherern der Ärzte und Krankenhäuser anerkannt, so dass ein Rechtsstreit nicht notwendig wird.

Der Patient trägt jedoch die Kosten seines Rechtsvertreters und eventuelle Reisekosten.

Grundlegendes Problem: Es liegt im Ermessen des in Anspruch genommen Arztes, dem vom Patienten beantragten Schlichtungsverfahren zuzustimmen.

 

Die Adressen der Schlichtungsstellen erfahren Sie von ihrer Krankenkasse Die Kassen selbst sind jedoch nicht antragsberechtigt. Die Anträge müssen immer von den Patienten selbst eingereicht werden. Das Recht auf Einleitung einer Schadenersatzklage wird durch die Inanspruchnahme der Schlichtungsstelle nicht berührt. Auch eine negative Entscheidung der Schlichtungsstelle nimmt Ihnen somit nicht die Möglichkeit zu klagen.

 Autor: Julia Rauschenbach

 
 

 
Suche

Krankenkassenrechner
Vergleichen Sie alle gesetzl. Krankenkassen in Ihrem Bundesland
Hausarztprogramme
48 Krankenkassen bieten Hausarztprogramme an!
Ist Ihre Kasse dabei?
Alle Vorteile auf einen Blick:
Anzeigen
Startseite arrow Arzt und Patient arrow Patientenrechte arrow Verdacht auf Behandlungsfehler? So gehen Sie vor!  00:18    18.11.2017