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Zuviel oder zuwenig? – Typische Ausprägungen einer Essstörung

Bulimie und Magersucht können lebensgefährlich werdenDie häufigsten Essstörungen sind die unspezifische Ess-Sucht, die Magersucht (Anorexia Nervosa), die Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) und die Fressattacken (englisch „Binge Eating“). Typisch sind Mischformen dieser vier krankhaften Störungen, bei denen der Alltag zwanghaft um das Thema Essen kreist. Für alle gilt: lebensgefährliche körperliche Schäden sind möglich.

Ess-Sucht

Ess-Süchtige essen zwanghaft und denken dauernd an „Essen“ und an die Folgen für ihren Körper. Dabei essen die Betroffenen entweder zu viel oder kontrollieren mit komplizierten Systemen von Essen, Diäten, Fasten und Bewegung ihr Gewicht. Ess-Süchtige leiden oft an Ü oder Fettleibigkeit (Adipositas). Daraus folgen oft gesundheitliche und soziale Problemen. Übergewichtige fühlen sich oft als Versager und Außenseiter.

Mögliche diagnostische Hinweise:

 

  • Hohe Gewichtsschwankungen innerhalb kurzer Zeit, Jojo-Effekt.
  • Angst vor Gewichtszunahme.
  • Unfähigkeit entspannt zu genießen und den Hunger zu befriedigen.
  • Häufige, immer wiederkehrende Auseinandersetzung mit dem Körpergewicht.
  • Fehlendes Vertrauen in die eigenen Bedürfnisse und Körpersignale
Quelle: www.bzga-essstoerung.de

Macht Sie Ihre Ernaehrung krank?


Magersucht

Magersucht (Anorexia nervosa) kennzeichnet sich durch einen absichtlich und selbst herbeigeführten starken Gewichtsverlust. Die Betroffenen hungern dabei bewusst und essen sehr wenig. Zudem treiben Magersüchtige sehr viel Sport Betroffene verlieren dabei oft einen realistischen Blick für ihren Körper. Sie empfnden sich als dick, obwohl sie extrem untergewichtig sind. Als Folge von Magersucht tritt Unterernährung, Muskelschwund und Mangelernährung auf.
Bei jungen Frauen setzt sehr oft die Regel aus. Die Langzeitfolgen sind Osteoporose und Unfruchtbarkeit. 5 bis 15 % der Betroffenen sterben, jedoch meist nicht durch eigentliches Verhungern, sondern durch Infektionen des geschwächten Körpers oder durch Suizid.

Mögliche diagnostische Hinweise:

  • Gewichtsverlust von 20% innerhalb kurzer Zeit (ca. 3-4 Monate) z.B. 12 kg bei ursprünglichen 60 kg und einer Größe von 1,70 m.
  • Der Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch streng kontrollierte und eingeschränkte Nahrungsaufnahme, übertriebene körperliche Aktivitäten, selbst induziertes Erbrechen oder Abführen (anfallsartig).
  • Ständiges, übertriebenes gedankliches Kreisen um Nahrung und Körperschema.
  • Extreme Angst vor Gewichtszunahme.
  • Körperschemastörung (der eigene Körper wird immer als fett wahrgenommen, auch wenn schon deutliches Untergewicht besteht).
  • Perfektionismus.
  • Hyperaktivität.
  • Fehlende Krankheitseinsicht.
  • Ausbleiben der Monatsblutung.

Quelle: www.BZGA-Essstoerung.de


Ess-Brech-Sucht ( Bulimie )

Bulimie, die Ess-Brech-Sucht, wird oft sehr spät erkannt. Denn die Betroffenen sind meist normalgewichtig. Sie haben jedoch große Angst, zuzunehmen und versuchen daher mit extremen Maßnahmen ihr Gewicht in Griff zu halten. So erbrechen sie sehr oft nach dem Essen oder treiben intensiv Sport Sie verwenden Abführmittelgebrauch oder fasten sehr oft. Dadurch kommt der Körper in einen Mangelzustand und es kommt so genannten Ess-Attacken, wobei große Mengen Nahrung auf einmal verzehrt werden. Betroffene nehmen auch oft bei Stress große Mengen an Nahrungsmitteln zu sich. Das extreme Essen wird häufig als "entspannend" erlebt.

Die Ess-Brech-Sucht kann zu Störungen des Elektrolyt-Stoffwechsels, zu Entzündungen der Speiseröhre, zu Zahnschäden sowie zu Mangelerscheinungen führen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Herzversagen und somit zum Tod kommen.


Mögliche diagnostische Hinweise:

  • Andauernde, übertriebene Beschäftigung mit Figur und Gewicht.
  • Krankhafte Furcht davor, dick zu werden.
  • Scharf definierte, sehr niedrige persönliche Gewichtsgrenze.
  • Mindestens zwei Essattacken pro Woche in einem Zeitraum von über drei Monaten.
  • Dabei schnelle Aufnahme großer Mengen meist leicht verzehrbarer und kalorienreicher Nahrungsmittel.
  • Das Gefühl des Kontrollverlustes über das Essverhalten während der Anfälle.
  • Im Anschluss versuchtes Rückgängigmachen der Kalorienzufuhr über selbstinduziertes Erbrechen
  • Medikamentenmissbrauch (z.B. Abführmittel, Entwässerungstabletten…)
  • strenge Diäten / Fastenphasen, übermäßige körperliche Betätigung.

Quelle: www.bzga-essstoerungen.de


Binge Eating ( Fressattacken )

Diese Esstörung zeigt sich in starken Fressattacken. So haben Betroffene suchtartige Heißhungergefühle. Von Binge Eating wird gesprochen, wenn während mindestens sechs Monaten an zumindest zwei Tagen pro Woche ein Anfall von Heißhunger auftritt, bei dem in kürzester Zeit ungewöhnlich große Mengen an Nahrungsmitteln aufgenommen werden. Betroffene verlieren dabei oft die Kontrolle über die Nahrungsaufnahme.
Die Essattacken dauern zwar nur kurz an, dennoch können sie zu starken Ü führen. Die Krankheit unterscheidet sich von der Bullemie darin, dass nicht versucht wird, die Gewichtszunahme durch Erbrechen, Intensivsport oder Fasten zu verhindern.

Mögliche diagnostische Hinweise:

  • Wiederkehrende Episoden von Heißhungeranfällen (mind. 2 pro Woche über sechs Monate). Diese Anfälle werden als zwanghaft und hemmungslos erlebt. Bei einem Essanfall verschlingen Betroffene eine enorm große Nahrungsmenge in relativ kurzer Zeit. Danach plagen Schuldgefühle, Depressionen und Selbstvorwürfe das bereits angekratzte Selbstbewusstsein.
  • Die Episoden der Essanfälle treten mit mindestens drei der folgenden Symptome auf:
  • Übermäßig schnelles Essen, Schlingen.
  • Essen bis zu einem belastenden Völlegefühl.
  • Essen von großen Nahrungsmengen ohne körperliches Hungergefühl.
  • Allein essen aus Scham.
  • Ekel, depressive Verstimmungen und Schuldgefühle nach dem Essen.
  • Die bei den Essanfällen aufgenommene Nahrung wird im Körper behalten, Aktivitäten, um die Kalorienzufuhr auszuscheiden oder abzutrainieren, bleiben aus.

Quelle: www.bzga-essstoerung.de


WEITERE FORMEN:

Orthorexia nervosa: In diesem Fall verbringen Betroffene mehrere Stunden am Tag damit, sich besonders gesund zu ernähen. Sie berechnen ständig den Vitamingehalt und Nährwerte, wobei sich die Auswahl der „erlaubten“ Lebensmittel immer mehr verringert. Folgen sind Unterernährung, Mangelernährung und soziale Isolation.

Anorexia athletica: Diese Sucht bezeichnet man auch als Sportsucht. Die Betroffenen treiben extrem viel Sport und fühlen sich unwohl, wenn sie sich nicht bewegen können. Charakteristisch ist eine zu geringe Zufuhr an Kalorien, die zu schweren Gesundheitsproblemen führt. (Abnahme der Knochendichte, Knochenbrüche, Amenorrhoe..).


Julia Rauschenbach

 

 
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