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Treppe als Herausforderung: Der passende Lift bringt Unabhängigkeit

ImageFür Menschen, die Hindernisse wie Treppen oder einzelne Stufen dauerhaft oder vorübergehend ohne fremde Hilfe nicht bewältigen können, stellen Treppenlifte eine sichere und komfortable Alltagserleichterung dar. Treppen können so wieder überwunden werden und dem Betroffenen bleibt die Bewegungsfreiheit und Unabhängigkeit im vertrauten Heim erhalten. Eine kleine Hilfe, die dem Betroffenen ein Stück Lebensqualität zurückgeben kann.

Doch welcher Treppenlift ist der Richtige? Je nach Treppenform und Beeinträchtigung sind Treppenlifte in verschiedenen Variationen erhältlich. Da der Treppenlift individuell auf die Bedürfnissen der betroffenen Person abgestimmt werden muss, ist eine fundierte und individuelle Beratung zu empfehlen. Dabei sollte auch abgewogene werden, welche Variante längerfristig die konstengünstigere bleibt. Grundlegend kann man Treppenlifte in folgende Kategorien unterscheiden:

  • Sitzlift – ein echter Allrounder

    Diese Lifte lassen sich auf jeder Treppe installieren. Dabei benötigen Sie nicht mehr Platz als ein normaler Stuhl. Mit einem Sitzlift kann eine Person transportiert werden, die sich noch selbstständig in und aus dem Lift heraus begeben kann.

  • Plattformlift – geeignet für Rollstuhlfahrer

    Plattformlifte ermöglichen es Rollstuhlfahren, mitsamt ihrem Rollstuhl Treppen und Höhen zu überwinden. Ebenso sind sie geeignet für den Transport mehrerer Person mit einem Gesamthubgewicht von bis zu 300 kg. Hierbei können sie Steigungen von bis zu 60° überwinden.

  • Hublift – meist im Außenbereich einzusetzen

    Hublifte besitzen die gleichen Nutzungsmöglichkeiten wie Plattformlifte. Sie können sich allerdings nur senkrecht auf und ab bewegen. Sie dienen dabei dem Ausgleich von geringen Höhenunterschieden und werden meist im Außenbereich eingesetzt.

  • Senkrechtlift

    Mit einem Senkrechtlift wird es für Rollstuhlfahrer und andere körperlich beeinträchtigte Menschen möglich, mehrere Etagen relativ problemlos zu überwinden. Auch mehrstöckige Wohnhäuser stellen so kein Problem mehr dar.

Treppenlift erwerben: Miete oder Neukauf?

Die kostenintensivste Variante einen Treppenlift zu erwerben ist sicherlich der Neukauf. Doch da der Lift auf diese Weise auch am einfachsten an die Wohnsituation angepasst und so schnell geliefert und verbaut werden kann, handelt es sich hierbei auch um die unkomplizierteste und flexibelste Variante. Wenn ein Kauf auch mit möglichen Zuschüssen zu teuer ist, kann ein Treppenlift auch gebraucht erworben oder gemietet werden. Das Mieten eines Treppenlifts empfiehlt sich jedoch nur bei geraden Treppen, da bei kurvigen Treppen noch hohe Anpassungskosten zum Mietzins hinzu kommen. Mitverträge umfassen im Regelfall eine Laufzeit von 3 Jahren, bei der die Miete jeweils monatlich fällig wird. Zudem wird zusätzlich oft eine einmalige Mietsonderzahlung verlangt.

Bei gebrauchten Treppenliften ist jedoch zu beachten, dass nur Kaufeinsparungen am Lift selbst möglich sind. Gebraucht ist dabei nur der eigentlich Sitz. Im Normalfall muss das Schienensystem neu gekauft werden, da es einer individuellen Berechnung und Installation bedarf. Dennoch stellt ein gebrauchter Treppenlift eine kostengünstigere Alternative zum Neukauf dar. Denn in der Regel lassen sich so ca. 1.000-2.000 Euro sparen. Dennoch sind mit der Anschaffung eines Treppenlifts Kosten verbunden, bei denen die Liftvariante und die Anschaffungsart gut überlegt sein will. Deshalb sollte ein Fachmann für Treppenlifte immer die erste Anlaufstellen sein, wenn in Ihrer Familie Bedarf besteht. Er kann Ihnen die Entscheidung zwar nicht abnehmen, aber Ihnen helfen die bestmögliche Lösung für Sie und den Betroffenen zu finden.

Finanzierung: Ab wann Sie mit Zuschüssen rechnen können

Personen, welche mindestens die Pflegestufe 1 besitzen, haben die Möglichkeit beim Kauf eines Treppenliftes einen Zuschuss von ihrer Pflegeversicherung zu erhalten. Dieser kann bis zu 2.557 Euro betragen. Zuschüsse für die Wohnraumanpassung können auch ein zweites Mal gewährt werden, vorausgesetzt die Pflegesituation hat sich geändert und es müssen weitere Pflegemaßnahmen ergriffen werden. Zudem ist zu beachten, dass im Falle eines Unfalls Chancen auf Zuschüsse von der Berufsgenossenschaft bestehen. Treppenlifte für Kriegs- oder Wehrdienstverletzungen werden zum Teil oder voll von der Hauptfürsorgestelle bzw. dem Versorgungsamt gestellt.

 

 
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