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Schilddrüsenunterfunktion - Organismus auf Sparflamme
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Kälteempfindlichkeit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, kalte, blasse Haut, verlangsamter Puls, niedriger Blutdruck, Herzbeschwerden, Gewichtszunahme, Verstopfung, brüchige Fingernägel, Haarausfall - dies sind Beschwerden, die bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) auftreten können. Dem Körper mangelt es dabei an den Schilddrüsenhormonen Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3), die somit ihre Funktion bei zahlreichen Stoffwechselvorgängen nicht mehr wahrnehmen können.
Dem Gehirn werden die niedrigen Spiegel an Schilddrüsenhormonen gemeldet, woraufhin dieses das Schilddrüsen-stimulierende Hormon TSH ausschüttet, welches die Hormonproduktion anregen soll. Um diesem höheren Bedarf gerecht zu werden, wächst du Schilddrüse, bereitet dabei allerdings zunächst keine Beschwerden. Erst wenn sie viel Raum im Hals einnimmt, werden die Vergrößerungen als "dicker Hals" sichtbar und eventuell Knoten tastbar. Dann kann auch die Stimme heiser werden, und das Luftholen wird beschwerlich.
Eine Schilddrüsenunterfunktion kann kann angeboren sein, sie kann sich aber auch im Laufe des Lebens entwickeln. Dementsprechend unterscheidet sich die Stärke der Beschwerden, abhängig davon, ob es an Schilddrüsenhormonen mangelt oder diese ganz fehlen. Generell ist der Stoffwechsel aber bei einem Mangel an Schilddrüsenhormonen herabgesetzt und die Vorgänge im Körper laufen langsamer und träger ab. Dies kann besonders im Wachstum zu schwerwiegenden Folgen führen. Säuglinge sind auffallend ruhig, trinken schlecht und haben Verstopfung. Größere Kinder wachsen auffällig langsam, sie kommen später in die Pubertät und ihre Intelligenz kann vermindert sein. Wird die Erkrankung zu spät erkannt und bekommt es so die Hormone nicht regelmäßig, kann die körperliche Entwicklung behindert sein und es zu Minderwuchs und Skelettmissbildungen kommen.
Wird eine Hypothyreose in der Schwangerschaft nicht erkannt und ausreichend behandelt, kann das beim Kind zu Missbildungen des Skeletts und des Nervensystems führen. Fehlen die Schilddrüsenhormone völlig, werden geistig und körperlich schwer behinderte Kinder geboren (Kretinismus). Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen wird in der ersten Lebenswoche im Blut des Kindes die Menge an schilddrüsenstimulierendem Hormon bestimmt. Autor: Denise Köppe |
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