Anhaltendes Schwitzen auch bei Kälte, ständiges Herzklopfen und Herzrasen, Nervosität, Gewichtsverlust, Leistungsschwäche, Schlafstörungen - dies sind Beschwerden, die bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) auftreten können. Dabei kommt es zu einer gesteigerten Ausschüttung der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin.
Dadurch wird der gesamte Stoffwechsel gesteigert und der Grundumsatz an Energie erhöht; der ganze Organismus läuft auf Hochtouren; Körpertemperatur und Herzfrequenz werden erhöht. Bei längerer Dauer der Schilddrüsenüberfunktion kann es zur Herzmuskelschädigung und damit zur Herzschwäche kommen.
Die Ursachen kann zum Einen eine Autonomie der Schilddrüse kommen. Dabei reagieren bestimmte Teile des Organs nicht mehr auf die Signale übergeordneter Zentren und produziert unkontrolliert (autonom) Hormone. Bei länger anhaltendem Jodmangel vermehren sich diese Zelle so stark, um diesen Mangel auszugleichen. Die Krankheit tritt aber erst in Erscheinung, wenn dem Körper wieder genügend Jod zugeführt wird. Die Hormonproduktion der Zellen läuft dann auf Hochtouren und es werden mehr Hormone produziert, als vom Körper benötigt.
Eine andere Ursache ist eine Autoimmunerkrankung (Morbus Basedow), die eine Überfunktion der Schilddrüse, in der Regel mit begleitender Schilddrüsenvergrößerung (Kropf) zur Folge hat. Dabei produziert der Körper aus unbekannter Ursache Antikörper Antikörper gegen das eigene Schilddrüsengewebe, wodurch das übergeordnete, regulierende Hormon TSH blockiert wird und das Schilddrüsengewebe ungehemmt Hormone produziert. Durch Medikamente, die die Hormonproduktion drosseln (Thyreostatika) kann die Krankheit behandelt werden.
Weitere seltene Ursachen der Schilddrüsenüberfunktion sind Entzündungen der Schilddrüse (Thyreoiditis); bestimmte Formen von Schilddrüsenkrebs, Tumore der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) oder die Einnahme einer zu hohen Dosis an Schilddrüsenhormonen. Autor: Denise Köppe
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