Wenn die Sehkraft mal nachlässt, muss man sich Gedanken machen, wie man die verlorene Sehschärfe wieder ausgleichen kann. Neben einer Brille sind Kontaktlinsen die beliebteste Variante, um wieder zu alter Sehstärke zu gelangen. Viele setzen auch auf Kontaktlinsen, da sie praktisch unsichtbar sind. Doch nicht immer sind sie ein geeigneter Brillenersatz.
Harte und Weiche Kontaktlinsen Deshalb empfiehlt sich ein Besuch beim Augenarzt, damit entschieden werden kann ob der Sehfehler sich mit einer Kontaktlinse ausgleichen lässt oder nicht. Normalerweise unterscheidet man zwischen „harten“ und „weichen“ Kontaktlinsen. Harte Kontaktlinsen sind etwa zwei bis vier Jahre haltbar und bestehen aus leichtem Kunststoff. Sie sind besonders pflegeleicht, sauerstoffdurchlässig und formstabil. Zudem können sie Hornhauterkrümmungen ausgleichen und auch hohe Dioptrinwerte anpassen. In der Hand fühlen sie sich beim Einsetzen hart an. Der Nachteil: Sie müssen sehr genau angepasst werden, ansonsten können sie ein Fremdkörpergefühl hervorrufen. Weiche Linsen Weiche Kontaktlinsen bestehen aus Hydrogel. Es nimmt Wasser sehr leicht auf, weshalb eine tägliche Pflege zwingend notwendig ist. Ansonsten können sich Schmutz und Bakterien einlagern, die das Auge schädigen können. Weiche Kontaktlinsen können aber auch aus Silikon bestehen – die Lebensdauer beträgt etwa eineinhalb Jahre. Im Vergleich zu harten Linsen ist die Eingewöhnungszeit kürzer und der Tragekomfort höher. Doch durch die angesprochene besondere Pflege, die diese Linsen benötigen, kann es öfter zu Nebenwirkungen kommen. Egal ob weiche oder harte Kontaktlinsen: Beide Arten müssen vor dem zu Bett gehen herausgenommen werden und in der Nacht in einer Reinigungslösung aufbewahrt werden. Es gibt jedoch auch spezielle Linsen, die bis zu einem Monat ununterbrochen getragen werden können. Damit sind jedoch Risiken verbunden, weshalb von diesen Linsen nur in Ausnahmen Gebrauch gemacht wird. Bezahlt die Kasse? Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Kontaktlinsen? Krankenkassen bewilligen Zuschüsse im Moment nur noch bei wenigen Indikationen wie Strukturveränderungen der Hornhaut oder einer Hornhautranspplantation. Um genaueres zu erfahren sollte man sich in jedem Fall an einen Augenarzt wenden. Autor: Tobias Röver
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