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Reformjahr 2009 - Was ändert sich für Selbstständige ?

ImageFür Selbstständige in der GKV sollte ab sofort der ermäßigte einheitliche Beitragssatz von 14,9 Prozent gelten, der mit der Einführung des Gesundheitsfonds in Kraft trat. Der Erhöhte Beitragssatz und damit der Anspruch auf Krankengeld sollte wegfallen. Eine neue Gesetzeskorrektur soll dies nun rückwirkend wieder ändern.

Alle gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, entsprechende Wahltarife anzubieten. Eine private Krankentagegeld-Versicherung ist hier eine Alternative – was sich mehr rechnet, hängt von der individuellen Lebenssituation ab.

Am 1.1.2009 tratt im Rahmen des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes diese Neuregelung in Kraft. Viele Krankenkassen bieten aber einen solchen Wahltarif für privates Krankentagegeld bisher nicht an. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte daher, dass freiwillig Versicherte ihren Anspruch auf Krankengeld behalten müssten. Das Bundesgesundheitsministerium gab den Verbraucherschützern Recht und hat daraufhin eine Gesetzeskorrektur auf den Weg gebracht, die rückwirkend zum 1. Januar 2009 in Kraft treten soll. Der Bundestag muß dem allerdings noch zustimmen. 

Ausnahmen gibt es für Selbstständige, die in der Künstlersozialkasse (KSK) versichert sind (z.B. Künstler und Publizisten ). Für diese Versicherten ist der Krankengeldanspruch ab der 7.Woche wie bisher durch den an die KSK zu zahlenden Beitrag abgedeckt. Künstler und Publizisten in der KSK müssen durch die Reform also nicht auf ihren Krankengeldanspruch verzichten.

Mit der Gesundheitsreform hat der Gesetzgeber eine Versicherungspflicht für alle Selbstständigen eingeführt. Unversicherte Selbstständige, die ihren PKV-Schutz verloren haben und niemals vorher in der GKV versichert waren, sind ab sofort zur Rückkehr in die PKV verpflichtet, auch der erstmalige Abschluss eines PKV-Vertrags ist ab diesem Termin gesetzlich vorgeschrieben. Unversicherte Selbstständige, die schon einmal in der GKV Mitglied gewesen sind, hätten bereits seit April 2007 wieder eine Krankenversicherung abschließen müssen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Versicherungspflicht eingeführt.

Zeitgleich mit der ab dem 1.1.2009 für alle Versichertengruppen geltenden allgemeinen Versicherungspflicht wurden die privaten Versicherungsgesellschaften verpflichtet, einen Basistarif anzubieten, der in etwa dem Leistungsumfang der GKV zu entsprechen hat. Dieser Basistarif steht grundsätzlich allen Selbstständigen offen. Eine detailgenaue Abfrage zur Krankengeschichte fällt bei der Aufnahme in den Basistarif nicht an, ebensowenig darf es Ausschlußkriterien bei bestimmten Diagnosen geben.Man sollte wissen, dass Ärzte für einen Basistarifler nur den 1,8 fachen Satz abrechnen können - man ist also keineswegs gleichgestellt mit normalen Privatversicherten. Trotzdem kann die Versicherungsprämie verhältnismäßig hoch ausfallen ( Maximum ist der Höchstbetrag in der GKV ), zumal viele Anbieter unter den Auswirkungen des Gesundheitsfonds leiden und generelle Tarifanhebungen angekündigt haben.

Wer als Selbstständiger der Sozialversicherungspflicht unterliegt, muss Mitglied der GKV bleiben. Das gilt zum Beispiel für Künstler und Publizisten, die in der Künstlersozialkasse (KSK) versichert sind. Eine Ausnahme ist, wenn das Einkommen für  mindestens drei Jahre über der Versicherungspflichtgrenze von 48.150 Euro jährlich liegt.

Für wen bleibt es weiterhin attraktiv, sich freiwillig in der GKV zu versichern? Zum Beispiel dann, wenn eine beitragsfreie Familienversicherung in Frage kommt, etwa bei Paaren oder Familien, in denen nur ein Partner seinen Beruf ausübt. Zwar gibt es dabei keinen Arbeitgeber, der die Hälfte der Beiträge zahlt – aber es lohnt sich trotzdem, zumal die PKV auch in Zukunft keine beitragsfreie Familienversicherung anbieten wird. Allerdings ist diese freiwillige Versicherung in der GKV nur möglich, wenn man Student ist, vor der Selbstständigkeit arbeitslos war oder sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat.


 

 
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 07:54    11.12.2018