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Prozentualer Zusatzbeitrag ab 2015 - Was ändert sich mit der neuen Großen Koalition ?

Zusatzbeiträge werden schon bald wieder prozentual erhobenIm gerade veröffentlichten Koalitionsvertrag für die kommende 18. Legislaturperiode heißt es zum Thema Zusatzbeiträge:
Die gesetzlichen Krankenkassen erheben im Wettbewerb den kassenindividuellen Zusatzbeitrag zukünftig als prozentualen Satz vom beitragspflichtigen Einkommen.




Und weiter an gleicher Stelle:

Der heute vom Arbeitnehmer alleine zu tragende Anteil von 0,9 Beitragssatzpunkten fließt in diesen Zusatzbeitrag ein. Damit die unterschiedliche Einkommensstruktur der Krankenkassen nicht zu Wettbewerbsverzerrungen führt, ist ein vollständiger Einkommensausgleich notwendig. Die Notwendigkeit eines steuerfinanzierten Sozialausgleichs entfällt damit.

Diese wenigen Zeilen bedeuten nichts Geringeres als die Abschaffung der als „kleine Kopfpauschale“ erhobenen einkommensunabhängigen Zusatzbeiträge.

An ihre Stelle treten also schon im Laufe des nächsten Jahres wieder einkommensbasierte Prozentbeiträge, die als Dach auf den offiziell immer noch geltenden einheitlichen Basisbeitrag von 14,6 Prozent aufgeschlagen werden können und zusammen mit diesem dann den realen Beitragssatz bilden werden.  Der bisherige Sonderbeitrag von 0,9 Prozent wird bei der Umstellung des Systems zum Zusatzbeitrag umdeklariert, so dass die meisten Kassen mit dem jetzigen Beitragssatz von 15,5 Prozent starten.


Kassenwechsel lohnt ab 2015 besonders für Gutverdiener


Besserverdienende müssen sich also darauf einstellen, dass ihre KV-Beiträge spürbar steigen könnten, wenn ihre Krankenkasse nicht genug Einnahmen hat und den Zusatzbeitrag erhöht.

Wenn die Kasse den Zusatzbeitrag beispielsweise von 0,9 Prozent auf 1,2 Prozent erhöht, ergibt sich bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro schon eine monatliche Mehrbelastung von knapp zehn Euro.

Geringverdiener oder Empfänger von Sozialleistungen hingegen profitieren von der neuen Regelung. Bei einem Brutto von 1000 Euro läge die Mehrbelastung nur bei 3 Euro, was im Verhältnis zu den pauschalen Zusatzbeiträgen der Vergangenheit moderat ist.

Für einen besserverdienenden Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung, der mit seinem Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze von 4050 Euro liegt, ergeben sich durch das neue System theoretisch gewaltige Unterschiede von Krankenkasse zu Krankenkasse.

Bei angenommenen 5000 Euro Brutto würde in dem Rechenbeispiel eine monatliche Abgabensteigerung von 15 Euro in der Krankenversicherung fällig werden.
Für diese Versicherten kann dann ein Wechsel in eine Kasse, die beispielsweise nur einen Zusatzbeitrag von 0,5 Prozent erhebt, ein monatliches Plus beim Nettogehalt von knapp 70 Euro ergeben.
 

 
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