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Praxisgebühr – Wie lange noch ?

ImageWiderstand wächst auch bei Spitzenpolitikern und Kassenchefs

Drei Viertel aller Deutschen wollen laut einer aktuellen emnid-Umfrage keine Praxisgebühr mehr bezahlen. Angesichts von Milliardenüberschüssen im Gesundheitsfonds und stöhnenden Ärzten rückt derzeit eine Abschaffung erstmals ernsthaft in den Fokus der politischen Öffentlichkeit.

Jede Arztpraxis muss im Durchschnitt zehn Arbeitsstunden pro Monat allein für die Einziehung, Bearbeitung und Weiterleitung der Praxisgebühr aufbringen. Allein dieser Fakt zeigt angesichts überfüllter Wartezimmer und langer Wartezeiten, wie fragwürdig dieses Finanzierungsinstrument ist.
Der jährliche finanzielle Mehrbetrag von zwei Milliarden Euro ist Grund genug für den Spitzenverband der GKV, an der Praxisgebühr festzuhalten. Diese Summe sei eine „verlässliche Größe“ der Finanzierung, so Sprecher Florian Lanz gegenüber der Ärzte-Zeitung.

Nachdem sich Dr. Jens Baas, der neue Vorstandschef der Techniker Krankenkasse, deutlich für eine Abschaffung der Praxisgebühr geäußert hat, haben sich mehrere Spitzenpolitiker ebenfalls zum Thema positioniert.

Deutlich wird dabei wieder einmal die Zerrissenheit der Koalition in Berlin. Denn während die Bundeskanzlerin Angela Merkel ( CDU ) nach wie vor für ein Weiterbestehen plädierte, sprach sich Gesundheitsminister Daniel Bahr ( FDP ) erneut dagegen aus.

Für die Opposition im Bundestag ist die bei Ärzten und Patienten unpopuläre Zusatzgebühr schon lange ein Rotes Tuch, welches längst seine Legitimation verloren hat. So dürfte die Praxisgebühr auch im demnächst beginnenden Wahlkampf erneut ein großes Thema der Auseinandersetzung werden.

 

 
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 19:20    21.09.2018