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Prävention – Rechtzeitig handeln statt zu behandeln

ImageDas Thema Prävenzion steht seit Jahren hoch im Kurs bei Krankenkassen, Sozialforschern und Gesundheits-politikern. Das Wort stammt vom lateinischen praevenire ab, was soviel wie  „zuvorkommen“ oder auch „verhüten" bedeutet.

Gemeint ist ein aktives, gesundheitsförderndes Verhalten und Bewusstsein des Einzelnen, aber auch ein Wertewandel und eine Neuausrichtung des Gesundheitssystems – weg vom einseitigen Kampf gegen Krankheiten und hin zu einem Bemühen um die Erhaltung der physischen und psychischen Lebenskräfte.

Bereits 1986 wurden die Grundsätze dieser neuen Gesundheitspolitik auf der WHO-Konferenz in Ottawa formuliert. Gesundheit heißt es in der Ottawa-Charta, entsteht dadurch, „dass man sich um sich selbst und für andere sorgt, dass man in die Lage versetzt ist, selber Entscheidungen zu fällen und eine Kontrolle über die eigenen Lebensumstände auszuüben sowie dadurch, dass die Gesellschaft, in der man lebt, Bedingungen herstellt, die all ihren Bürgern Gesundheit ermöglichen.“

Alle Innovationen der aktuellen Gesundheitsreform wie Integrierte Versorgung, Hausarztprogramme Kurs- und Bonussysteme entsprechen den Zielvorgaben der Ottawa-Konferenz, sind aber auch Ausdruck der Krise. Akuter Handlungsdruck für Politik und Krankenkassen besteht aber vor allem durch die horrende und stetige Zunahme von Krankheitsbildern, die mit unserer Lebensweise zusammenhängen. Diabetes 2, Adipositas, Rü , Herz-Kreislauferkrankungen und Allergien ziehen als Volkskrankheiten enormen wirtschaftlichen Schaden nach sich und bedrohen mit ihren Ausmaßen die Stabilität der Sozialsysteme.

Genau diese Krankheiten sind es aber auch, die sich durch Prä am besten vermeiden lassen. Bewegung Ernä und Erholung sind daher die zentralen Punkte, um die sich auch die Präventionsprogramme der Krankenkassen drehen.
Mit Kampagnen, Infobroschüren und online-Angeboten gingen viele Krankenkassen in die Offensive, um zu einem bewussten Verhalten bei ihren Versicherten beizutragen – mit Erfolg.  

Vollbesetzte Kursangebote, die Wiederentdeckung des Wanderns als Volkssport, der Trend zu Bio-Kost oder die  zunehmende Ächtung des Rauchens bezeugen eindrucksvoll den Wertewandel bei der Bevölkerung.
Ärztliches Handeln konzentriert sich – von den Kassen gefördert – mittlerweile stärker auf Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen. Selbst im Titel von Krankenkassen spiegelt sich der Paradigmenwechsel wider, wenn sich etwa Gesetzliche Kassen in "IKK gesund plus" oder "sports direkt" umbenennen.

Langfristig gesehen entwickelt sich Gesundheit im Globalen Wettbewerb zu einer entscheidenden Ressource und zum Produktivfaktor für die gesellschaftliche Entwicklung.  
Prä ist bei diesem Prozess sowohl als ein gesellschaftliches Leitbild als auch als Handlungsrahmen für den Einzelnen zu begreifen.

 

Autor: Jörg Wunderlich           joerg.wunderlich(at)krankenkassenratgeber.de 

 

Quellen: Bundesgesundheitsministerium, ANZAG, SPD Hessen-Süd, Fonds Gesundes Österreich

  

 

 
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Startseite arrow Gesundheit arrow Prävention arrow Prävention – Rechtzeitig handeln statt zu behandeln  12:59    20.11.2017