Startseite
Gesundheit
Arzt und Patient
Medikamente und Co
Gesetzlich versichert
Privat versichert
Service
Webmastertools
Impressum
Sitemap
News:    

Posten, chatten oder zocken ? Facebook und google+ machen genauso süchtig wie Onlinespiele

Mehr ale eine halbe Million Menschen in deutschland sind onlinesüchtig
Fotoquelle: Rainer Sturm/pixelio.de
Was viele Menschen ahnen, ist mittlerweile durch wissenschaftliche  Studien bestätigt. Hunderttausende Menschen in Deutschland sind internetabhängig. Aktuelle Zahlen der Universität Lübeck gehen von einem Prozent der Bevölkerung aus.

Nicht nur Jugendliche werden abhängig

Die Betroffen finden sich in allen Altersgruppen und Schichten. In Zahlen ausgedrückt: 560.000 Menschen verbringen ihre wesentliche Lebenszeit im Internet und bekommen Entzugserscheinungen, wenn sie versuchen, eine längere Pause einzulegen oder ganz aufzuhören. Bemerkenswert an der neuesten Studie „Prävalenz der Internetabhängigkeit – Diagnostik und Risikoprofile“ ist die Erkenntnis, dass nicht nur klassische „Zocker“ betroffen sind, sondern auch die Nutzer der allgegenwärtigen sozialen Netzwerke. Facebook, google+ und Co. Haben demnach das gleiche Suchtpotenzial wie Onlinespiele. Der prozentuale Anteil beider Nutzergruppen betrug jeweils exakt 37 Prozent, ist also gleich groß. Einziger Unterschied: Frauen werden eher abhängig in sozialen Netzwerken, während Männer zur Spielsucht neigen.

Vielsurfer sind nicht automatisch süchtig

Offiziell wird das Phänomen "pathologischer Computer- oder Internetgebrauch" genannt und seit ca. zehn Jahren beobachtet, wobei die reine Onlinezeit noch kein  ausschlaggebendes Kriterium für eine Sucht ist. Von krankhafter Sucht geht man aus, wenn das Offline-Leben in den Hintergrund gerät und Arbeit oder Sozialkontakte leiden.Typische Suchtmerkmale sind beispielsweise:

- Vernachlässigung normaler Lebensgewohnheiten zugunsten der Online-Aktivitäten

- schwindendes Wirklichkeits- und Selbstwertgefühl bis hin zum Realitätsverlust

- Verlust der Kontrolle und des eigenen Willens

- psychische und körperliche Entzugserscheinungen wie Schlafstörungen und Gereiztheit

- zunehmende gesellschaftliche Isolation


Hilfe und Selbsthilfe für die Betroffenen

Der erste Schritt oft wie bei anderen Süchten auch die Selbsterkenntnis und das Sich-Eingestehen der Suchtstörung. Wer über genügend Persönlichkeitsstärke verfügt, kann sich selbst einen Anti-Abhängigsprogramm aufstellen. Das wichtigste ist dabei ähnlich wie beim Rauch-Stop, sich daran zu halten. Fortschritte sollten protokolliert werden, um sich selbst zu motivieren. Geeignete Maßnahmen sind zum Beispiel das Verbannen des Computers aus dem Sichtbereich oder gänzlich aus dem eigenen Wohnraum. Dringende Mails und Internetkontakte können dann zu festgelegten Zeiten am Computerplatz oder in Internetcafés erledigt werden.  Eine große hilfreiche Veränderung ist in jedem Fall das Wiederaufnehmen eigener realer Aktivitäten wie Sport, Freunde treffen, Hobbys etc. Wer  seine Sucht allein nicht bewältigen kann, sollte ärztliche und therapeutische Hilfe aufsuchen. Mittlerweile haben sich psychosomatische Kliniken auch auf die Behandlung von Onlinesucht spezialisiert.  

Besondere Kompetenz bei Computerspielsucht bietet zum Beispiel die Christoph-Dornier-Klinik Münster.

 

 

 

 
Suche

Anzeigen
Startseite arrow Gesundheit arrow Sucht arrow Posten, chatten oder zocken ? Facebook und google+ machen genauso süchtig wie Onlinespiele  15:57    24.11.2017