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Osteopathie-Welle bei den Kassen: Berufsverbände verlangen Sicherstellung der Qualität

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Viele gesetzliche Krankenkassen erstatten mittlerweile Kosten für Osteopathiebehandlungen. Doch die Berufsverbände der Osteopathen schlagen Alarm: Weil es an gesetzlichen Regelungen in diesem Sektor mangelt, ist die Qualität der Behandlung nicht überall sichergestellt.


 

Prof. Marina Fuhrmann - Vorsitzende des Verbandes der Osteopathen in Deutschland ( VOD ) e.V.Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA) ist Osteopathin und Heilpraktikerin aus Wiesbaden. Für krankenkassenRATGEBER erläutert die Verbandsvorsitzende des VOD ( Verband der Osteopathen Deutschland e.V. ) die Kritik an der derzeitigen Verschreibungspraxis. Für Patienten, die auf Nummer Sicher gehen wollen bei der Wahl eines behandelnden Osteopathen, gibt die Alternativmedizinerin Ratschläge.


krankenkassenRATGEBER:
Die Osteopathie-Verbände bemängeln fehlende einheitliche Standards bei der Versorgung. Wo sehen Sie die größten Nachteile für die Patienten in der jetzigen Situation?

Die Berufsbezeichnung des Osteopathen ist bislang nicht geschützt.  Aufgrund der fehlenden gesetzlichen Regelung gibt es in Deutschland keine Einheitlichkeit in der Ausbildung. Dies führt zu erheblichen Unterschieden in der Kompetenz. Mehr als 60 Gesetzliche Krankenkassen erstatten derzeit die Kosten für Osteopathiebehandlungen teilweise. Mangels gesetzlicher Regelung sind die Anforderungen an die Erstattung aber ebenfalls völlig uneinheitlich, die für die Patientensicherheit notwendige Transparenz fehlt.


krankenkassenRATGEBER: 
Eine Ihrer Hauptforderungen betrifft die Regelungen zur Osteopathie-Ausbildung. Ist es momentan theoretisch möglich, dass man per Überweisung von einem Heilpraktiker behandelt wird, der gar keine Osteopathie-Ausbildung hat?  

Mangels gesetzlicher Vorschriften ist diese Frage zu bejahen. Es ist also theoretisch möglich, dass ein Heilpraktiker, der eventuell gar keine osteopathische Ausbildung absolviert hat, die Osteopahtie in seiner Praxis anbietet. Genau dieses Beispiel zeigt, dass auch die Heilpraktikerprüfung die gesetzliche Regelung der osteopathischen Ausbildung nicht ersetzen kann. Denn Osteopathie als ganzheitliche Form der Medizin benötigt ein umfassendes und langjähriges Training und eine qualifizierte Ausbildung, um dem Patienten gerecht werden zu können.


krankenkassenRATGEBER: 
Ist es aus Ihrer Sicht notwendig, dass auch die Ärzte eine Zusatzausbildung absolvieren müssen, bevor sie Osteopathie-Leistungen verschreiben dürfen?  

Da der Osteopath historisch und auch vor dem Hintergrund der internationalen Empfehlungen im Erstkontakt arbeiten sollte, ist die Notwendigkeit einer „Verschreibung“ des Arztes zwar im aktuellen Gesundheitssystem verständlich, aber auf die Osteopathie nicht sinnvoll anwendbar. Bei den Anforderungen der GKV handelt es sich auch häufig nur um eine formlose Bescheinigung, wobei nicht klar ist, was genau damit gemeint wird. Für die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Osteopathen, die sehr gut und kollegial funktioniert, ist es aber natürlich sinnvoll, dass der Arzt Kenntnis davon hat, was Osteopathie ist. Ärzte, die selbst Osteopathie ausüben, sollten die osteopathische Ausbildung ebenfalls absolviert haben.  


krankenkassenRATGEBER: 
Solange das Berufsgesetz noch nicht wie von Ihnen gefordert auf den Weg gebracht wird, erstatten die Kassen weiterhin Osteopathieleistungen in der Breite. Worauf sollten die Patienten achten bei der Auswahl des behandelnden Osteopathen?

Zurzeit übernehmen die Berufsverbände die Qualitätssicherung in Deutschland. Patienten finden beispielsweise auf der Therapeutenliste des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. unter www.osteopathie.de gut qualifizierte Osteopathen mit einer mindestens vierjährigen Ausbildung, die sich ständig fortbilden müssen.


krankenkassenRATGEBER: 
Was könnten Ihrer Meinung nach Ärzte und Krankenkassen bereits jetzt zur Verbesserung der Patientensicherheit und der Versorgung mit Osteopathie-Leistungen tun?  

Sie sollten nur dann osteopathische Leistungen anteilig erstatten, wenn die Leistungserbringer über eine qualifizierte osteopathische Ausbildung verfügen. Um dies zu gewährleisten, bringt der VOD seine langjährige Erfahrung und Kompetenz in diesem Feld ein.

 

Das Interview führte Jörg Wunderlich

 

 

 

 

 

 
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