Startseite
Gesundheit
Arzt und Patient
Medikamente und Co
Gesetzlich versichert
Privat versichert
Service
Webmastertools
Impressum
Datenschutz
Sitemap
News:    

Optimierte Behandlung durch integrierte Versorgung

ImageAn einem milden Samstagnachmittag im Mai ist es passiert, der Schauplatz – ein Fußballfeld: Holger, 27 Jahre, spielt mit seiner Mannschaft wie jedes Wochenende gegen einen Ligakonkurrenten aus dem Nachbarort. Bei einem Zweikampf wird er gefoult und verhakt sich unglücklich im Rasen. Die Folge: ein Kreuzbandriss und eine Odyssee durch Krankenhäuser, Arztpraxen und Physiotherapiestudios. Kein Einzelfall in Deutschland, denn die Verzahnung der verschiedenen medizinischen Sektoren und Behandlungsschritte ist konstant unbefriedigend.

Anlauf seit 2002

Eigentlich sollte dieses Manko bereits im Jahr 2000 behoben werden, als die sogenannte integrierte Versorgung – also die Kooperation der verschiedenen medizinischen Versorgungssektoren, erstmals in die Sozialgesetzgebung eingeführt wurde. Die Umsetzung des Konzeptes in die Realität verlief jedoch schleppend. Im Rahmen der folgenden Gesundheitsreformen 2004 und 2007 wurden finanzielle Anreize sowohl bei den Ärzten, als auch bei den Patienten geschaffen sowie gesetzliche Krankenkassen dazu verpflichtet Patienten die an sogenannten „strukturierten Behandlungsprogrammen“ teilnehmen einen Bonus, wie etwa der Wegfall der Praxisgeb&uuml, zu gewähren.

Effektiver und Effizienter

Davon konnte Holger während seiner Behandlung jedoch noch nicht profitieren, in seiner Region gab es noch keine Kooperationsverträge zu diesem Zeitpunkt. Widersprüchliche Diagnosen, verschiedene Behandlungsansätze und Komplikationen behinderten seinen Heilungsverlauf erheblich und verursachten unnötige Kosten. Die Ziele der engeren Verzahnung von Fachärzten, Kliniken und anderen medizinischen Einrichtungen sind klar: Kostenersparnis durch den Wegfall unnötiger Mehrfachuntersuchungen sowie eine bessere Koordination von ambulanter, stationärer und rehabilitativer Versorgung – und dadurch eine effiziente und effektive Behandlung des Patienten.

Verkürzung der Behandlungszeit

Das dieses Konzept durchaus erfolgreich sein kann belegt eine Studie der Universität Bremen. Hier wurden 1.700 hessische Patienten hinsichtlich der Dauer der Arbeitsunfähigkeit nach einer Kreuzband- bzw. Schulteroperation untersucht. Das Ergebnis war durchaus positiv: Während Patienten die auf konventionelle Art und Weise behandelt wurden 103 Tage brauchten, um wieder arbeitsfähig zu sein, betrug die Dauer bei Patienten die integrativ versorgt wurden nur 68 Tage – damit konnte, laut dieser Studie, die Behandlungsdauer um knapp ein Drittel verkürzt werden.

Auch Holger verbrachte nach seiner Operation noch ein knappes Vierteljahr in verschiedenen medizinischen Einrichtungen, wurde vielfach geröntgt und musste eine lange Rehamaßnahme über sich ergehen lassen. Vielleicht hätte auch er durch eine integrierte medizinische Versorgung seine Heilung beschleunigen können, um schneller wieder auf dem Fußballplatz spielen zu können.

Autor: Tobias Röver 

 

 
Suche

Krankenkassenrechner
Vergleichen Sie alle gesetzl. Krankenkassen in Ihrem Bundesland
Anzeigen
Startseite arrow Gesetzlich versichert arrow Integrierte Versorgung arrow Optimierte Behandlung durch integrierte Versorgung  02:03    23.01.2019