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Männer nehmen vermehrt Medikamenten ein06.07.2011, Wie aus dem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse hervorgeht, gehen Frauen und Männern auf unterschiedlichen Art und Weise mit gesundheitlichen Problemen um. Während Frauen häufiger beim Arzt sind und daraufhin vermehrt krankgeschrieben werden, nehmen Männer vermehrt Medikamente ein und haben zudem oder gerade deshalb verstärkt mit Herz-Kreislauf-Problemen zu kämpfen. Die Auswertung der Krankenstand- und Arzneimitteldaten der Versicherten ergab, dass Frauen 2010 durchschnittlich 13,6 Tage krankgeschrieben waren. Männer hingegen nur 11,3 Tage. Zudem sitzen Männer auch weniger in den Wartezimmern der Ärzte. Arbeitnehmer hatten der Datenerhebung zufolge durchschnittlich 2,5 Arztkontakte mit mindestens einer Arzneimittelverschreibung, ihre weiblichen Kolleginnen hingegen 3,4. Während die Frauen ihre gesundheitlichen Problemen somit vermehrt zu Hause auskurieren, greifen Männer schneller zu Pillen, um wieder gesund zu werden. Laut Techniker Krankenkassen ist in der Anzahl der verschriebenen Arzneimitteln ein deutlicher Anstieg erkennbar. Nach der Auswertung der jährlichen Rezepte bekam jeder Mann im Vorjahr Medikamente für umgerechnet 184 Tage. Damit liegt der Medikamentenkonsum der Männern 2,4 Prozent höher als bei den Frauen. Insgesamt sei das Volumen in den vergangenen elf Jahren um knapp 30 Prozent gestiegen. Dabei erhielten die Männer vor allem Herz-Kreislauf-Präparate und Behandlungen von Stoffwechsel-Störungen. Auch die durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedingte Fehlzeiten liegen bei Männern deutlich über denen ihrer weiblichen Kolleginnen. Laut den TK-Experten, sind diese jedoch an ihrer Situation nicht unschuldig, denn gerade Beschwerden dieser Art werden durch falsch Ernährung, Bewegungsmangel und zu viel Stress hervorgerufen. Frauen sind hingegen häufiger von Erkrankungen wie Schizophrenie, Depressionen oder Belastungsstörungen betroffen. Der Bereich der psychischen Störungen war demzufolge im vergangenen Jahr bei Frauen auch die Hauptursache von Krankschreibungen. Männer fehlten vor allem wegen Muskel-Skelett-Krankheiten wie beispielsweise Rückenschmerzen.
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