Atomkatastrophe in Japan und die Folgen - Wie wirken Jodtabletten bei Radioaktivität ?
14.03.2011,
Die japanischen Behörden haben nach der Katastrophe im japanischen AKW Fukushima die Ausgabe von Jodtabletten an die Bevölkerung angeordnet.
Auch im deutschsprachigen Raum liegen für den Fall einer Havarie in einem AKW Jodtabletten ( Wirkstoff: Kaliumiodid ) bereit. Im Jahr 2004 wurden in Deutschland 137 Millionen Tabletten von den Energieversorgern bestellt.
Über die Ausgabe im Ernstfall haben die Bundesländer zu entscheiden. Gelagert werden die Tabletten in der Nähe von Atomkraftwerken, um dann im Havariefall schnell an die Anwohner ausgegeben werden zu können. Im Ernstfall sollen Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende sowie Erwachsene bis 45 Jahren die Tabletten einnehmen, nicht jedoch Personen über 45 Jahre. Bei ihnen wird das Risiko einer Schilddrüsenüberfunktion durch die Einnahme als zu hoch eingeschätzt, so dass dieser Bevölkerungsgruppe von einer Einnahme abgeraten wird.
In Österreich werden Kaliumiodid-Tabletten für Kinder und Jugendliche vorrätig bereitgehalten, die an Eltern und Erziehungsberechtigte gratis abgegeben werden.
In der Schweiz sind die Bürger im Umkreis von 20 km von Atomkraftwerken vorbeugend bereits im Besitz von Jodtabletten.
Die Tabletten sollten spätestens 2 Stunden nach dem Kontakt mit den radioaktiven Iod-Isotopen eingenommen werden. Noch besser ist es, das Kaliumiodid schon vorbeugend einzunehmen.
Durch die Einnahme des Wirkstoffes wird eine Iodblockade aufgebaut, so dass der Körper dann das radioaktive Iod-Isotop, welches bei Störfällen freigesetzt werden kann, in wesentlich geringerem Umfang aufnimmt.
Einige PZN für frei verkäufliche Jodtabletten sind PZN 1385373 oder PZN 9190367.
PZN 1385373 hier bestellen
PZN 9190367 hier bestellen
Weitere News zum ThemaWeiter Bericht zum Thema