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Apothekerverband Rheinland-Pfalz kritisiert Rabattverträge10.08.2011, Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz beklagt sich über die AOK-Rabattverträgen. Da ein sehr großer Teil der Rabattarzneimittel nicht oder nur eingeschränkt lieferbar ist, sorgen sie für ein Versorgungschaos, das Unannehmlichkeiten für den Patienten und die Apotheker nach sich zieht. Zum einen entsteht, laut Apothekerverband, ein enormer Arbeitsaufwand für die Mitarbeiter, da immer erst Rücksprache gehalten werden muss, ob das betreffende Medikament vorrätig ist. Zu anderen müssten sie dem Patienten, falls das Medikament nicht erhältlich ist, erklären, aus welchem Grund er ein anderes Medikament bekomme und ihn im selben Moment darauf vorbereiten, dass die Möglichkeit besteht, dass er bei der nächsten Rezepteinlösung wieder ein anderes Präparat bekommt. Wie Hermann Keller, der Vorsitzende des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz anmerkt, orientieren sich gerade ältere Menschen am Aussehen der Verpackung der Medikamente und werden durch einen häufigen Produktwechsel völlig verunsichert. Auch die AOK hat ein gewisses Einsehen Erst kürzlich hat die AOK die Übergangsregelung zum Start der jüngsten Arzneimittelrabattverträge bis zum 31. August verlängert. In diesem Zeitraum, der als Friedenspflicht bezeichnet wird, müssen Apotheker keine Sanktionen befürchten, wenn sie Lieferausfälle bei den Wirkstoffe der neuen Vertragsstaffel nicht ausreichend dokumentieren. Vereinbart wurde diese Übergangsregelung zwischen AOK und Apothekern Ende Mai. Ausgangspunkt dafür war die Tatsache, dass die Krankenkasse viele Zuschläge erst einige Wochen vor Inkrafttreten der neuen Verträge erteilen konnten.
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