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80 Prozent der Rückenoperationen sind unnötig07.07.2011, In Baden-Württemberg sind nach einer Erhebung der Techniker Krankenkasse vier von fünf Operationen am Rücken unnötig. Insgesamt rund 80 Prozent der Patienten werden operiert, obwohl dies nicht zwangsweise notwendig wäre. Wie die Krankenkasse mitteilte, wären andere Heilungsmethoden in diesen Fällen die effektivere Wahl. Patienten mit Rückenschmerzen sollten demnach, nachdem sie einen Arzt konsultiert haben, immer noch die Meinung eines zweiten Arztes einholen.
Zweitmeinung kann entscheidend sein Um die Betroffenen über die Operation und mögliche Alternativmethoden besser informieren zu können, wurden bundesweit 28 Experten-Teams eingerichtet, bei denen kostenlos eine ärztliche Zweitmeinung eingeholt werden kann. In Baden-Württemberg sind Schmerzzentren in Freiburg und Göppingen an dem Pilotprojekt der Krankenkasse beteiligt. Die Experten-Teams bestehen hier aus Schmerz- und Physiotherapeuten, deren Angebot sich vor allem an Menschen richtet, die mehrere Wochen wegen ihrer Rückenschmerzen nicht arbeiten konnten und deren Beschwerden zunehmend chronisch werden. Jedem Patient, der im vergangenen Jahr dort die kostenlose Zweitmeinung in Anspruch nahm, konnte mit anderen Mitteln geholfen werden. Insgesamt konnten so im vergangenen Jahr 162 unnötige Operationen verhindert werden.
Operation nur als letzte Möglichkeit Deutschlandweit lassen sich nach Angaben der Krankenkasse rund 230.000 Menschen wegen Rückenschmerzen operieren. Doch Experten waren vor den Risiken, die eine solche Operation mit sich bringen kann. Erst nachdem alle Alternativen ausgeschöpft sind, sollte man einen medizinischen Eingriff in Erwägung ziehen. Als gute Altenative werden vor allem Kombinationen aus örtlicher Betäubung der betroffenen Körperregion, Gerätetraining, Schmerzmedikamente, Krankengymnastik, sowie diverse Entspannungsverfahren empfohlen. Zudem sollte man auf seinen Lebensstil achten. Durch ausreichend Bewegung können Rückenschmerzen in den meisten Fällen besiegt oder zumindest deutlich gemindert werden.
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