|
|
|
|
|
|
|
|
|
Meine Krankenkasse steht vor der Insolvenz. Was soll ich machen?13.10.2011, Leserfrage von Erna G. aus Karlsruhe: Ich verfolge in den letzten Wochen intensiv die Meldungen über meine Krankenkasse BKK für Heilberufe. Zuerst wurde gesagt, dass sie fusionieren wird und jetzt wird sogar von Insolvenz gesprochen. Langsam bekomme ich Angst, dass ich irgendwann mal ohne Krankenkasse dastehe. Ich bin Rentnerin und habe gelesen, dass verschiedene Rentner der im Juni pleite gegangenen City BKK nicht von anderen Krankenkassen aufgenommen wurden. Muss ich mir Sorgen machen? Antwort: Ihre Sorgen sind unbegründet. Es gab zwar Fälle, dass Versicherte der City BKK Schwierigkeiten beim Wechsel hatten, ein Verweigern der Aufnahme ist aber ungesetzlich und man kann dann gegen diese Krankenkasse vorgehen. Generell gilt, dass die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet sind, Mitglieder insolventer Krankenkassen aufzunehmen. Das Lebensalter und der Gesundheitszustand des Antragstellers spielt dabei keine Rolle. Die BKK für Heilberufe wird es mit ziemlicher Sicherheit ab dem nächsten Jahr nicht mehr geben. Entweder sie findet noch einen Fusionspartner oder sie geht in Insolvenz. Deshalb würde ich Ihnen empfehlen, bereits jetzt einen Krankenkassenwechsel vorzunehmen. Wenn Sie bereits 18 Monate in der BKK versichert sind, können Sie das jeder Zeit mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist tun. Kündigungsvordrucke finden Sie auf Krankenkasseninfo.de. Im Oktober könnten Sie z.B. zum 31.12.11 kündigen. Die BKK muss Ihnen binnen 14 Tagen eine Kündigungsbestätigung zuschicken. Jetzt haben Sie in Ruhe Zeit, eine neue Krankenkasse auszuwählen. Schauen Sie dazu einfach auf unseren Tarifrechner und lassen Sie sich von 2 oder 3 Krankenkassen Unterlagen zuschicken. Dann sehen Sie, welche Krankenkassen hier schnell reagiert und können in Ruhe vergleichen. Den vollständig ausgefüllten Antrag von der Krankenkasse, die sie gewählt haben, senden Sie zusammen mit der Kündigungsbestätigung an die neue Kasse. Dann sollte dem Wechsel nichts im Wege stehen und sie brauchen nicht zusammen mit den ca. 100.000 anderen Mitgliedern, die nach einer eventuellen Insolvenz eine neue Krankenkasse suchen müssen, wechseln.
Weitere News zum ThemaWeiter Bericht zum Thema
|
|
|
|
|
|