Private Krankentagegeldversicherungen deutlich teurer
15.10.2009,
Private Krankentagegeldversicherungen sind fast immer teurer als das gesetzliche Krankengeld für freiwillig Versicherte. Das geht aus einem Test der Zeitschrift Öko-Test hervor.
Seit dem 1. August 2009 gibt es für Selbstständige, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, wieder einen Anspruch auf Krankengeld. Dazu müssen sie lediglich eine "Wahlerklärung" abgeben und statt des ermäßigen Selbstständigen-Beitrags von 14,3% den Normalbeitrag von 14,9% bezahlen. Vom 43. Krankheitstag an erhalten sie ein Krankengeld von 70% des ausgefallenen Einkommens. Das höchstmögliche Krankengeld bemisst sich hier an der Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 3.675 € im Monat und beträgt somit 85,75 € pro Kalendertag; als Beitragszuschlag müssen dafür – unabhängig von Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand – monatlich 22,05 € bezahlt werden.
Dieselbe Absicherung ist auch über eine private Krankentagegeldversicherung möglich. Allerdings gibt es hier laut Öko-test klare Vorteile für die gesetzlichen Krankenversicherung. Allerdings kann ein individueller Vergleich im Einzelfall auch durchaus zu Gunsten einer privaten Krankentagegeldversicherung ausfallen.