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PKV plant speziellen Tarif für Nichtzahler03.02.2012, Immer mehr privat Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Insgesamt sind es rund 144.000 Versicherte, die seit 3 Monaten oder mehr ihre Beiträge nicht gezahlt haben. Experten rechnen damit, dass die hohe Zahl an säumigen Beitragszahlern die privaten Krankenversicherungen (PKV) auch in diesem Jahr schwer belasten wird. Nach Angaben des PKV-Verbands verursachten die Nichtzahler in den letzten Jahren Kosten von rund 550 Millionen Euro. Bereits im vergangenen Jahr versuchten sich die privaten Krankenversicherer zu wehren. Sie führten Maßnahmen ein, um den Zufluss weiterer Nichtzahler in die private Krankenvollversicherung zu verhindern: So wurden die Annahmebedingungen verschärft, bestimmte Berufsgruppen komplett von der Krankenvollversicherung ausgeschlossen und die Bonität der Antragssteller einer genaueren Überprüfung unterzogen. Um die privaten Krankenkassen nun zu entlasten, ist die Einführung eines speziellen Tarifs für Nichtzahler im Gespräch. Leistungen sollen in diesem Tarif nur im Notfall oder bei einer Schwangerschaft übernommen werden. Für diese reduzierte Form der Leistungsübernahme soll in diesem Tarif ein monatlicher Beitrag von 100 Euro anfallen. Somit sollen die Privatkassen größere Sanktionsmöglichkeiten für Nichtzahler bekommen – diesen darf aufgrund der Krankenversicherungspflicht nicht einfach gekündigt werden. Lauterbach kritisiert Nichtzahler-Tarif Karl Lauterbach, der SPD-Gesundheitsexperte kritisiert den geplanten „Nichtzahler-Tarif“ für säumige Beitragszahler in der PKV scharf. "Es kann nicht sein, dass die Versicherungspflicht durch die Hintertür wieder abgeschafft wird. Denn ein solcher Tarif würde bedeuten, dass die Leute nur noch eine Notfallversorgung erhielten", sagte Lauterbach im Interview mit der "Saarbrücker Zeitung" "Das wäre eine Amerikanisierung unseres Gesundheitssystems, die wir kategorisch ablehnen"., so Lauterbach weiter.
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