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PKV-Beitragserhöhung: BdV rät zu Tarifwechsel01.12.2011, Viele Privatversicherte erhalten in diesen Tagen eine Mitteilung ihrer Krankenversicherung über die Beitragszahlungen für 2012. Die schockierende Nachricht: Teilweise werden Beitragserhöhungen von bis zu 40 Prozent vorgenommen. Diese können von den Versicherten mit einem PKV-Wechsel umgangen werden. Doch der Bund der Versicherten (BdV) empfiehlt Betroffenen zunächst einen Tarifwechsel innerhalb der PKV zu prüfen. Nachteil: die Leistungen können sich verringern. Entsprechend dem Tarifwechselrecht § 204 VVG hat jeder Privatversicherte das Recht bei einer Beitragsanpassung in einen anderen Tarif beim gleichen Versicherer mit gleichartigem Versicherungsschutz zu wechseln. Vor allem für ältere Versicherte sind die Vorteile eines Tarifwechsels deutlich erkennbar: Die angesparten Altersrückstellungen bleibt erhalten. Das Kapital, mit dem die höheren Gesundheitskosten im Alter finanziert werden, geht beim Wechsel des Anbieters fast vollständig verloren. Zudem müssen Versicherte bei einem Tarifwechsel keine erneute Gesundheitsprüfung vornehmen. Doch der Tarifwechsel kann auch Probleme mit sich bringen: Während ältere Versicherte über 60 Jahre bei einer Beitragserhöhung automatisch ein Umstellungsangebot in einen günstigeren Tarif erhalten, bekommen jüngere Versicherte meistens keine Unterstützung seitens des PKV-Anbieters. Sollten sich Krankenkassen weigern, einen Tarifwechsel anzubieten, sollten Versicherte eine schriftliche Aufforderung unter Hinweis auf § 204 VVG stellen. Wie der BdV jedoch mitteilte, reagieren die PKV-Unternehmen auf die Anfragen der Versicherten teilweise nur zögerlich. In diesem Fall sollte man den Ombudsmann der PKV einschalten. Bevor es jedoch zum Tarifwechsel kommt, sollte man die Leistungen des angebotenen Tarifs ausführlich mit den bestehenden Bedingungen vergleichen. Auf Leistungslücken sollte dabei insbesondere geachtet werden. Ist der Leistungskatalog im neuen Tarif sehr umfangreich, kann der Versicherer einen Risikozuschlag und eine Wartezeit verlangen.
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