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Welche Psychotherapie hilft und wird auch erstattet?

08.11.2011,

Immer mehr Deutsche haben im Alltag mit psychischen Problemen zu kämpfen. Vor allem die Belastungen durch die schnelllebige Arbeitswelt und der damit einhergehende stressige Alltag scheinen die Ursache für die Tatsache zu sein, dass psychische Krankheiten nach aktuellen Berichten derzeit auf dem Vormarsch sind. Ob Burnout, Deppressionen oder Angstzustände bei vielen seelischen Problemen ist oftmals der Gang zum Psychotherapeuten der richtige Weg. Doch welche Psychotherapie ist die richtige? Stiftung Warentest hat die unterschiedlichen Ansätze genauer unter die Lupe genommen und die fünf Verfahren vorgestellt, die in Deutschland wissenschaftlich anerkannt sind. Dazu gehören:

  1. die analytische und die tiefenpsychologische Therapie: Sie stehen in der Tradition von Sigmund Freud und arbeiten mit der Annahme, dass psychische Störungen in den meisten Fällen eine Folge früherer Konflikte sind. Diese haben sich meist in der Kindheit abgespielt und waren so prägend, dass sie auch Jahre später noch nicht gänzlich überwunden sind.
  2. bei der Verhaltenstherapie werden die seelischen Probleme auf ein im Alltag erlerntes Verhalten zurückgeführt, das sich als problematisch erweist. Dieses kann, so der Therapieansatz, jedoch mit Hilfe von Übungen und Hausaufgaben auch wieder verlernt werden.
  3. Bei der systematischen Therapie wird das Umfeld des Patienten berücksichtigt. Oftmals werden die näheren Bezugspersonen mit in die Therapie eingebunden. Eine Therapie, die vor allem bei Paar- und Familientherapeuten sowie bei Beratungsstellen sehr verbreitet ist.
  4. Bei der Gesprächspsychotherapie erforscht der Patient sich selbst. Der Name Gesprächspsychotherapie ist dabei wenig aussagekräftig, denn nahezu alle konfliktorientierten Verfahren sind eine Form des Gesprächs. Die Gesprächspsychotherapie hat sich jedoch als eigenständige Therapieform entwickelt. Dabei steht vor allem das Selbstkonzept des Klienten im Vordergrund.

Ein Patient sollte sich vorab immer genau über die Therapie informieren und mit den Zielvorstellungen abgleichen, die er sich selbst von der Therapie erhofft. Zu beachten ist jedoch, dass die gesetzlichen Krankenkassen nur drei der fünf anerkannten Verfahren erstatten. Dazu gehören die analytische und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sowie die Verhaltenstherapie. Zudem brauchen die Therapeuten eine Kassenzulassung und eine spezielle Ausbildung, die sie nachweislich prädestiniert eine erfolgversprechende Psychotherapie durchzuführen. Da die Ausbildung von Heilpraktikern, die Psychotherapien durchführen, oft uneinheitlich sind, werden die Kosten dafür in der Regel nicht übernommen.

Da der richtige Psychotherapeut und ein damit einhergehendes Vertrauen entscheidend für den Therapieerfolg ist, sollte die Wahl gut überlegt sein. Aus diesem Grund finanzieren die Krankenkassen auch Erstgespräche und Probesitzungen bei mehreren Therapeuten.




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