|
|
|
|
|
|
|
|
|
Staat soll Beitragsrückstände in der GKV ausgleichen09.02.2012, Private, aber auch gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) haben zunehmend mit säumigen Beitragszahlern zu kämpfen. Eine Tatsache, die die Auswirkungen der Versicherungspflicht besonders deutlich macht: Während die privaten Krankenversicherer aktuell über einen Nichtzahlertarif nachdenken, scheinen die Verantwortlichen der GKV bislang noch keine Lösung für die finanziellen Ausfälle gefunden zu haben. Immerhin musste bei der GKV am Enden des vergangenen Jahres ein Fehlbetrag von über 1,2 Milliarden Euro verzeichnet werden. Da auch für Nichtzahler eine Versicherungspflicht besteht, kann die GKV jedoch nur sehr eingeschränkt gegen diese vorgehen. Zwar können viele Leistungen ausgesetzt werden , doch ein Anspruch auf Notfallversorgung, auf Behandlung bei Schmerzen und in der Schwangerschaft bleibt bestehen. Um die Beitragsrückstände ausgleichen zu können, fordern gesetzliche Krankenversicherer nun zunehmend Unterstützung von Seiten des Staates. Der Pressesprecher der DAK-Gesundheit, Jörg Bodanowitz, etwa spricht sich für den Ausgleich der Rückstände aus Steuermitteln aus. Er macht deutlich, dass die Versicherungspflicht zu einem Inkassorisiko wird. Es dürfe nicht sein, dass die Nichtzahler zu Mehrbelastungen für die Gemeinschaft der Versicherten führen. Aus diesem Grund müsse der Staat einspringen. Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitspolitiker, ist jedoch der Ansicht, dass die Kassen ausreichend Möglichkeiten haben, ausstehende Gelder einzutreiben. Allerdings schöpfen viele Kassen diese Möglichkeiten seiner Meinung nach nicht aus. Als Grund nimmt er an, dass diese entweder kein entsprechendes Management aufgebaut haben oder die Versicherten nicht verlieren wollen.
Weitere News zum ThemaWeiter Bericht zum Thema
|
|
| Partner |
Gesetzlich versichert wird Ihnen präsentiert von:
|
|
|
|
|
|