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Offensiv: BKK ESSANELLE wirbt um Mitglieder der BKK für Heilberufe

21.10.2011,

Die BKK für Heilberufe hat aktuell starke finanzielle Probleme: Nachdem eine Vielzahl von Fusionsgespräche gescheitert sind, scheint die Schließung nun kaum noch abzuwenden. Die amtliche Entscheidung, ob eine Kasse geschlossen wird, erfolgt jedoch durch die jeweilige Aufsicht dieser Kasse, meist ist dies das Bundesversicherungsamt (BVA). Dennoch stehen die anderen Krankenkassen schon in den Startlöchern, um Jagd auf die Mitglieder der BKK für Heilberufe zu machen. Als besonders offensiv zeigt sich dabei scheinbar die BKK ESSANELLE, die bereits gezielt versucht die Mitglieder der Schwester-Betriebskrankenkasse zu überzeugen.

Zur Mitgliederakquise hat die BKK ESSANELLE nun eine große Anzeige in der Rheinischen Post geschaltet. Ob die üblichen Werbemotive, scheinbar journalistische Texte oder der Verlosung eines iPad2 unter den ersten 100 Neuanmeldungen, die Krankenkasse zieht alle Register um die 80.000 Mitglieder der BKK für Heilberufe von den eigenen Vorzügen zu überzeugen.

Perfekt inszeniertes Marketing oder edle Motive?

Eine gut durchdachte Werbestrategie, die dazu führen soll, dass möglichst viele Mitglieder innerhalb des BKK Systems aber vor allem in die BKK ESSANELLE wechseln. Doch nicht nur für die Versicherten soll die BKK ESSANELLE eine neue Heimat werden, sondern auch für die Mitarbeiter. Aus diesem Grund stellt Alleinvorstand Guido Frings in einem Interview in Aussicht, dass die BKK ESSANELLE jeweils für 500 ehemalige Mitglieder der BKK für Heilberufe einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der bedrohten Kasse einstellen wird.

Was wie ein Marketing-Gag wirkt, hat ganz andere Motive, wie Guido Frings gegenüber der Ärzte Zeitung erklärt: "Wir wollen den Mitarbeitern eine neue Heimat bieten. Die Anzeige war zudem eine einmalige Maßnahme. Wir wollten die Versicherten beruhigen und klar machen, dass wir keine Wechselwilligen abwimmeln werden. Zudem sei es ein Anliegen der Kasse, nach der Schließung möglichst viele Mitglieder innerhalb des BKK Systems zu halten. Durchaus verständliche Beweggründe, doch andere Krankenkassen sehen dieses Vorgehen skeptisch. Vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass die Schließung noch nicht amtlich ist, wird ein derartiges Werben um die Mitglieder als sehr stillos empfunden.




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