Nach Angaben des Müttergenesungswerkes wird jeder dritte Antrag auf Mutter-Kind-Kuren in Kliniken der Organisation abgelehnt, Tendenz steigend. Dies geschehe oft ohne hinreichende Gründe und es entstehe der Eindruck, dass die Kassen auf Kosten der Mütter sparen, so die stellvertretende Geschäftsführerin Gerstkamp.Die Ausgaben der gesetzlichen Kassen sanken nachweislich in diesem Bereich. Auch Kliniken sprechen von zurückgehenden Genehmigungen, obwohl der Bedarf nachweislich steige.
Die zumeist dreiwöchigen Kuren werden vom medizinischen Dienst der Krankenkassen genehmigt. Inzwischen gibt es auch speziell auf Väter zugeschnittene Angebote in einigen Einrichtungen.
Einzelne Krankenkassen wie die Techniker Krankenkasse , die Barmer GEK oder die IKK Südwest wehren sich gegen den Vorwurf einer Ablehnungspolitik gegenüber Mutter/Vater-Kind-Kuren.
Laut Barmer GEK werden nur medizinisch unbegründete Anträge abgelehnt. Ein häufiger Grund für eine Ablehnung sei das Nichteinhalten der vorgeschriebenen Vier-Jahres-Frist zwischen zwei Kuren.