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Krankenkassen: Wie hoch wird 2016 der Zusatzbeitrag?

03.11.2015,

ZusatzbeitragSchon länger gibt es Spekulationen darüber, ob und in welchem Maß der Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen im nächsten Jahr steigen wird. Nun wurden erstmals durch das Bundesministerium für Gesundheit konkrete Zahlen genannt. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt derzeit bei 0,9 Prozentpunkten und wächst 2016 wahrscheinlich auf 1,1 Prozentpunkte an.

Was bedeutet das?

Mit der Erhöhung des durchschnittlichen Gesamtbeitrags auf 15,7 Prozent wurde bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von rund 2500 Euro im Monat der Arbeitnehmeranteil um fünf Euro auf 210 Euro steigen. Bei einem monatlichen Einkommen von 4237,50 Euro, also dem Höchstbeitrag der Beitragsbemessungsgrenze für 2015, würde der Arbeitnehmeranteil um rund acht Euro auf 356 Euro steigen.

Warum kommt es aktuell dazu?

Bislang haben die Kassen in diesem Jahr ein Haushaltsdefizit in dreistelliger Millionenhöhe angehäuft. Verantwortlich dafür sind laut GKV-Spitzenverband die gestiegenen Kosten für Pflege, Prävention, Palliativmedizin, Klinikfinanzierung und Medikamente. Das derzeitige Beitragsniveau reiche nicht aus, diese Mehrausgaben zu decken, so der Verband auf einer Veranstaltung Mitte Oktober in Berlin.
Gesundheitsminister Hermann Gröhe verwies in einem Interview mit der Tageszeitung „Passauer Neue Presse“ auf eine „moderate Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitrages“ und verwies gleichsam auf steigende Medizinkosten und einem erhöhten Aufwand an Pflegepersonal in Krankenhäusern.

Stellen sich nur die Fragen, ob alle 123 gesetzliche Krankenkassen von schlechten Haushältern geführt werden und es für steigende Kosten in der Medizin keinerlei Alternativen wie Generika gibt?

Mit der Neuregelung der Krankenkassenfinanzierung beabsichtigte das Bundesgesundheitsministerium mehr Wettbewerb unter den Krankenkassen. Jedoch wird nach der Fusion der Barmer GEK und der Deutschen BKK zum 1. Januar 2017 ein Wettbewerber weniger auf dem Markt sein. Dies wurde rechtzeitig zum Anstieg des Zusatzbeitrages bekannt.

Was erwartet Versicherte in Zukunft?

Langfristig gesehen rechnet der Spitzenverband mit Zusatzbeiträgen in einer Höhe bis zu 1,8 Prozent noch in diesem Jahrzehnt. Nach Informationen der „Neuen Passauer Presse“ könnten die Gesamtbeiträge bis 2017 um mehr als 300 Euro jährlich steigen.
Experten, wie der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach, fordern daher schon länger, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer wieder zu gleichen Teilen zu den Krankenkassen beitragen müssten.
Bisher teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beitragssätze nur bis zur Grenze von 14,6 Prozent. Alles über diesem Wert muss der Arbeitnehmer zahlen.
Gesundheitsminister Gröhe rät den Versicherten die Krankenkassen miteinander zu vergleichen, dabei jedoch auch auf die Qualität und nicht nur auf den Preis zu achten. Jeder hätte jedoch das Recht, die Kasse zu wechseln.


Krankenkassen sind verpflichtet, ihre Versicherten über eine Beitragserhöhung zu informieren und sie auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen.

Foto: Thomas Siepmann / pixelio.de




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