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Krankenkassen sollen Versicherte zu Organspende befragen06.10.2011, Jährlich erhalten etwa ein Viertel der knapp 12.000 Patienten, die auf ein Spenderorgan angewiesen sind, nicht rechtzeitig ein adäquates Organ: Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will aufgrund des großen Mangels an Spenderorganen die Krankenversicherten nun grundsätzlich zu ihrer Bereitschaft zur Organspende befragen lassen. Bei der Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte sollen die Krankenkassen dazu verpflichtet werden, ihre Mitglieder über die Organspende zu informieren. Die Mitglieder sollen zudem zu einer Erklärung über die Spendenbereitschaft aufgefordert werden. In einem Organspendeausweis soll daraufhin die Antwort der Versicherten notiert werden.
Wie die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf den Gesetzesentwurf berichtete, kann die Antwort sowohl negativ, positiv als auch unentschlossen ausfallen. Zudem kann der Befragte erklären, dass er sich zunächst nicht entscheiden möchte. Ist eine Entscheidung gefallen, erhalten die Versicherten den Spendeausweis von ihren Krankenkassen. Zudem sollen die Kassen die erste Anlaufstelle rund um das Thema Organspenden sein: So sind sie etwa dazu verpflichtet, qualifizierte Ansprechpartner zu benennen, an die sich jeder bei Fragen wenden kann. Auch die privaten Krankenkassen sollen ihre Versicherten – unabhängig von der Gesundheitskarte, an der sie nicht beteiligt sind – bezüglich ihrer Spendenbereitschaft befragen.
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