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Gesetzliche Krankenkassen: Wie ist es um die zahnärztliche Versorgung der Deutschen bestellt?

21.03.2016,

Zahnbehandlung: Welche Kosten übernimmt die GKV?

Grundsätzlich haben alle gesetzlich Krankenversicherten einen Anspruch auf zahnärztliche und kieferorthopädische Behandlung sowie auf die Versorgung mit Zahnersatz. Um die zahnärztliche Behandlung sicherzustellen, gelten dieselben gesetzlichen Vorschriften wie für die Sicherstellung der ärztlichen Behandlung.

13 Milliarden für die Zahnversorgung

Während es vor 15 Jahren noch knapp zehn Prozent waren, werden derzeit für die zahnmedizinische Behandlung der Deutschen etwa 6,7 Prozent der Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenkassen aufgewendet. Das sind rund 13 Milliarden Euro von insgesamt über 200 Milliarden Euro. Im Vergleich: Für die Behandlungen im Krankenhaus werden knapp 34 Prozent beansprucht. Das war auch schon vor 15 Jahren so.
Wie die kassenärztliche Bundesvereinigung mitteilt, ist es um die Zahngesundheit der Deutschen insgesamt gut bestellt, was den Spitzenplatz im europäischen und internationalen Vergleich einbringt. Das habe eine Reihe von Ursachen: Die Fluoridzufuhr über Zahnpasta und Speisesalz, die Gruppenprophylaxe an Schulen und Kindergärten und die Individualprophylaxe beim Zahnarzt würden ebenso eine Rolle spielen, wie das durch Aufklärungsarbeit gesteigerte aktive Mundgesundheitsverhalten der Bevölkerung.

Welche Behandlungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen?

Für das Entfernen von Karies und das Befüllen von Löchern, Wurzelkanalbehandlungen oder das Ziehen von Zähnen entstehen für gesetzlich Krankenversicherte keine Kosten. Auch Parodontose-Behandlungen oder die Entfernung von Zahnstein sind  im gesetzlichen Leistungskatalog enthalten. Der Anspruch der Versicherten beschränkt sich allerdings nur auf Füllungen aus dem jeweils preiswertesten Material. Wer sich bei größeren Löchern für eine Einlagefüllung entscheidet, muss einen Teil der Kosten selbst tragen. Die Kasse übernimmt dann nur den Betrag, der für die gleichgroße und preisgünstigste Füllung anfallen würde.

Für Zahnersatz zahlen gesetzliche Krankenversicherer nur einen Festzuschuss in Höhe von 50 Prozent der Kosten. Den restlichen Betrag muss der Versicherte selbst schultern. Waren Patienten fünf Jahre in Folge zur Vorsorgeuntersuchung und können dies durch Stempel im Bonusheft nachweisen, erhöht sich der Zuschuss ab dem sechsten Jahr auf 60 Prozent. Nach zehn Jahren lückenlos geführtem Bonusheft beträgt der Zuschuss ab dem elften Jahr dann 65 Prozent. Bei Versicherten, deren monatliches Einkommen unter 1.106 Euro brutto liegt oder die Sozialleistungen wie Hartz IV oder Bafög beziehen, erstatten die Krankenkassen die Regelversorgung komplett.


Versäumen Kassenpatienten den jährlichen Kontrollbesuch beim Zahnarzt, verlieren sie schon beim Fehlen eines Stempels den kompletten Bonus und müssen von vorn anfangen. Wurde nur das Bonusheft zum Termin vergessen, kann der fehlende Stempel aber nachgetragen werden.


Im aktuellen Krankenkassentest können Sie die Leistungen aller Kassen vergleichen.


Was bringt die Zukunft?

Die Bundeszahnärztekammer hat die Mundgesundheitsziele für Deutschland im Jahr 2020 beschlossen. Demnach sollen die bisherigen Erfolge bei der Kariesbekämpfung gehalten, schwere parodontale Erkrankungen sollen auf zehn bis 20 Prozent, je nach Alter der Erwachsenen, weiter reduziert werden.


In der Übersicht Daten & Fakten erhalten Sie weitere Informationen zum Thema.

Foto: Bernd Kasper / pixelio.de




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