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Gesetzliche Krankenkassen: Ursachen für den Anstieg des Zusatzbeitrages

23.11.2015,

Ursachen für steigenden Zusatzbeitrag: KrankenhausfinanzierungDer angekündigte Anstieg des Zusatzbeitrages in 2016 hat mehrere Ursachen. Laut Doris Pfeiffer, der Chefin des GKV-Spitzenverbandes, sind dafür etwa höhere Ausgaben für Arzneimittel, medizinische Behandlungen oder die Kliniken verantwortlich. Allein der letzte Punkt - die Krankenhauskosten - stiegen im vergangenen Jahr um 3,2 Milliarden Euro auf insgesamt 81,2 Milliarden Euro. 

Stationäre Krankenhauskosten gestiegen

Bei den Krankenhauskosten je Fall bestehen zwischen den einzelnen Bundesländern teils drastische Unterschiede. Diese machen sich an den jeweilig erhobenen Zusatzbeiträgen der Krankenkassen bemerkbar. Ist eine Kasse beispielsweise nur in einem Bundesland mit vergleichsweise niedrigen Krankenhauskosten je Fall vertreten, so ist auch ihr Zusatzbeitrag in der Regel geringer als der bundesdurchschnittliche.

Laut Bundesamt für Statistik kostete jede der 19,1 Millionen vollstationären Krankenhausbehandlungen im Schnitt 4.239 Euro. Die Kosten je Fall variieren dabei stark zwischen den einzelnen Bundesländern. Die durchschnittlichen stationären Kosten je Fall waren in Sachsen-Anhalt mit 3.808 Euro am niedrigsten und in Hamburg mit 4.893 Euro am höchsten. Diese regionalen Unterschiede seien strukturell bedingt: „Sie werden vom Versorgungsangebot sowie von der Art und Schwere der behandelten Erkrankungen beeinflusst“, so das statische Bundesamt.

Krankenhauskosten 2014 / Statistisches Bundesamt

Quelle: Statistisches Bundesamt / Pressemitteilung 404/15

Spiegelung im Zusatzbeitrag

Die AOK Sachsen-Anhalt, die ausschließlich in dem Bundesland mit den niedrigsten Krankenhauskosten je Fall vertreten ist, erhebt von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag von 0,3 Prozent und liegt damit 0.6 Prozentpunkte unter dem bundesweiten Durchschnitt. Ähnlich verhält es sich bei der BKK MEM . Die ausschließlich in Thüringen geöffnete Kasse hat ebenfalls einen Zusatzbeitrag von 0,3 Prozent. Thüringen verbucht die viertniedrigsten Krankenhauskosten je Fall.

Gegenbeispiel Metzinger BKK

Dies trifft nicht in allen Fällen zu. Trotz der hohen Krankenhauskosten in Baden-Württemberg erhebt die nur in diesem Bundesland vertretene Metzinger BKK gar keinen Zusatzbeitrag. Auch die BKK Euregio, welche in Hamburg und in Nordrhein-Westfalen geöffnet ist, fordert von ihren Mitgliedern lediglich den Pflichtbeitragssatz. Diese Ausnahmen sind auf die positive Finanzlage der Krankenkassen selbst zurückzuführen und erlauben den Kassen ihre Beiträge niedriger als die der Konkurrenz zu halten.

Der Zusatzbeitrag wird zusätzlich zum festgesetzten Beitragssatz von 14,6 Prozent erhoben und ist ausschließlich vom Arbeitnehmer zu tragen. Den Pflichtbeitragssatz von 14,6 Prozent teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte.

 

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de




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