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DAK: Abschaffung des Zusatzbeitrags steht außer Frage

03.11.2011,

Die DAK hat in den vergangenen Tagen mit ihrer Ankündigung den Zusatzbeitrag abschaffen zu wollen heftige Reaktionen ausgelöst: Von verschiedenen Seiten wurde die Freude der Versicherten über den Wegfall der monatlichen Mehrbelastung erhebliche gebremst. Fünf große Kassenchefs bezweifelten in einem Brief zudem nicht nur die Abschaffung des Zusatzbeitrags, sondern stellten auch die ökonomische Seriosität der DAK in Frage. In dem Brief, der an das Bundesversicherungsamt adressiert war, versuchten die Kassenchefs die Abschaffung des Zusatzbeitrags bei der neuen DAK Gesundheit im kommenden Jahr zu verhindern. Sie behaupteten, dass eine Streichung des Zusatzbeitrags ab April 2012 die neue Krankenkasse bis zum Jahresende 2012 deutlich belasten werde. Ein Vorgang, der bislang so im Kassensystem noch nicht vorgekommen ist.

DAK-Chef Herbert Rebscher wertet diese Aktion als einen Versuch, den guten Ruf der DAK zu schädigen: „Keine andere Kasse hat Einblick in die finanzielle Situation der DAK. Es geht den konkurrierenden Kassen ausschließlich darum, die DAK im Wettbewerb zu schwächen. Denn durch die Streichung des Zusatzbeitrages wird sich die DAK als starker Wettbewerber im Markt zurückmelden“. Trotz des Zusatzbeitrags hatte die DAK im Kassenvergleich häufig den ersten Platz belegt. Mit der Streichung des Zusatzbeitrags würden sich nun auch preissensible Mitglieder nicht mehr so leicht abwerben lassen, so Rebscher. Darin könnte auch der Grund zu finden sein, der die Kassen zu dieser öffentlichen Denunzierung bewogen hat. Die DAK prüfe nun rechtliche Schritte gegen die Unterzeichner des Briefes.

Trotz Kritik hält die DAK weiter an der Abschaffung des Zusatzbeitrags fest. Denn die DAK erwartet, nach eigenen Abgaben, Ende des Jahres 2012 einen Überschuss von mehr als 330 Millionen Euro. Die Streichung des Zusatzbeitrags sei demnach nicht unüberlegt, sondern eine gezielte unternehmerische Entscheidung der Kasse.




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