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Bürokratie-Irrsinn der GKV – Realität oder Pauschalvorwurf?27.01.2012, Hunderte Formulare und gesetzliche Vorgaben, die Ärzte krank vor Wut machen: Wie die BILD exklusiv berichtet, geben Krankenkassen jedes Jahr 27,5 Milliarden Euro und damit mehr als zwei Drittel der Verwaltungsausgaben des gesamten Gesundheitssystems für Bürokratie aus. Eine wahrer Bürokratie-Irrsinn, den, wie die BILD einen Sprecher zitiert, sich das Bundesgesundheitsministerium bemüht abzubauen. Vorwürfe, die der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) nicht so stehen lassen kann: Entschieden wird die Kritik zurückgewiesen, dass die Krankenkassen Geld für Bürokratie verschwenden. Wie der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes Florian Lanz erklärt, gehe der Pauschalvorwurf von zu viel Bürokratie an der Realität vorbei. Tatsächlich hatten die gesetzlichen Krankenkassen 2010 laut amtlicher Statistik für jeden Versicherten 136,24 Euro an Verwaltungskosten ausgegeben. Zudem betonte der GKV-Spitzenverband, dass es im Hinblick auf die in Arztpraxen notwendigen Dokumentation nicht um die Ärzteinteressen, sondern in erster Linie um die Patienteninteressen ginge. Des weiteren handle es sich bei Verwaltungskosten immer auch zu einem gewissen Teil um Versorgungskosten: So gehören nach Aussage des Spitzenverbandes die Erstellung von Qualitätsberichten in Krankenhäusern, die Prüfungen von Pflegeheimen oder auch eine 24-Stunden-Telefonhotline für junge Eltern mit einem Baby zu den Verwaltungskosten.
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