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Bericht: Hälfte aller Krankenkassen kurz vor Insolvenz?26.09.2011, Ein Bericht des wissenschaftlichen Beirats zur Lage der Krankenkassen wurde seit Monaten unter Verschluss gehalten. Nun liegt er dem Handelsblatt vor und offenbart erschreckendes. Durch die Änderungen am Finanzausgleich im Jahr 2009 ist dieser zwar effizienter geworden, jedoch sind die Verbesserungen bei weitem noch nicht ausreichend. Besonders finanziell stark angeschlagene Krankenkassen können nicht ausreichend unterstützt werden. Mit den Änderungen, die das in den Neunzigern eingeführte System modernisieren sollte, wurde vor allem die Berechnung der Pauschalen verändert, die Krankenkassen für ihre Versicherten erhalten. Im Rahmen dessen waren neben Alter und Geschlecht auch zusätzlich 80 Krankheiten entscheidend, für die durchschnittliche Kosten erstattet wurden. Somit sollte vor allem Krankenkassen geholfen werden, die überwiegend ältere Mitglieder haben. Finanzausgleich scheint sein Ziel verfehlt zu haben Doch wie nun der wissenschaftliche Bericht zeigt, hat der Finanzausgleich scheinbar sein Ziel verfehlt. Da auch die finanzielle Situation der Versicherten einen entscheidenden Einfluss auf die Beitragseinnahmen der Krankenkasse hat, gingen die Änderungen nicht weit genug. Während einige Krankenkassen mehr Geld aus dem Gesundheitsfond erhalten als sie benötigen, erhalten andere zu wenig und müssen deshalb Defizite verzeichnen. So ist nun, laut des Berichts, etwa die Hälfte der gesetzlichen Krankenkassen von einer Insolvenz bedroht, da sie ihre Ausgaben nicht mehr decken können. Der Bericht zeige, dass der Gesundheitsfonds unweigerlich zu einer Einheitskasse führen wird. Aus diesem Grund spricht sich der wissenschaftliche Beirat für eine Reform des Finanzausgleichs aus, so das Handelsblatt. Beirat lehnt Ausdünnung des Finanzausgleichs ab Die Regierungskoalition plant währenddessen eine weitere Abspeckung des Finanzausgleich. So sollen die entstehenden Ausgaben nicht länger für achtzig Krankheiten erstattet werden, sondern nur noch für dreißig bzw. fünfzig. Dies kommt laut den Gutachtern des wissenschaftlichen Beirats nicht in Frage, so das Handelsblatt.
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