Barmer GEK Vorstandsvorsitzender lehnt Kapitaldeckung ab
21.09.2011, Eine der größten Herausforderungen der regierenden Koalition ist unleugbar die Pflegereform. Für die einen hat es höchste Priorität, für die anderen ist es bloßer Unfug. Auch der Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK, Christoph Straub, sieht eine Finanzreform durchaus kritisch. Seiner Meinung nach habe man für eine Finanzreform noch Jahre Zeit. Wie er in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ angab, ist die Finanzsituation deutlich entspannter als die politische Diskussion. "Wir haben bis etwa 2014 Zeit, für die Pflege ein solides Finanzierungskonzept zu erarbeiten. Vom momentanen Wildwuchs an politischen Konzepten halte ich wenig.", so Straub.
Nach Meinung von Straub sollte man bei der Umlagenfinanzierung bleiben. Den Aufbau einer kapitalgedeckten Säule lehnt der Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK ab. Eine Meinung, die nicht jeder teilt. Die Diskussion wird durch neue Beiträge von Seiten der Krankenkassen und der Politik immer wieder neu entfacht. Bislang scheint noch keine endgültige Lösung in Sicht mit der alle Beteiligten einverstanden sind.