Nachdem in den letzten Wochen vor allem positive Nachrichten im Hinblick auf die Ausgaben der Krankenkassen veröffentlicht worden sind, folgen nun von Seiten der Barmer GEK bedenkenswerte Zahlen. Ärzte verordnen demnach immer mehr teure Operationen, anstatt eine kostengünstigere Therapie auszuwählen. Das Skalpell scheint unter den Ärzten die präferierte Lösung zu sein – möglichst schnell und teuer muss es sein. Oftmals wären die Probleme aber auch mit Medikamenten oder leichten Therapien in den Griff zu kriegen.
Wie der stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK, Rolf-Ulrich Schlenker, bei der Veröffentlichung der Zahlen mitteilte, sollten die Ärzte häufig auf die Verordnung von Therapien und Hilfsmittel zurückgreifen und nicht schon frühzeitig zu einer Operation raten. Grund für die Forderung: Rund 470.000 Menschen erkranken in Deutschland laut Aussage der Barmer GEK jedes Jahr an Venenleiden. Über 70 Prozent davon lassen sich einer Krampfader-Operation unterziehen. Laut Schenker ist diese Zahl viel zu hoch, da häufig keine medizinische Notwendigkeit für die Operation vorliegt.