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Wissenschaftler warnen vor zunehmender Fettleibigkeit29.08.2011, Weltweit leiden mittlerweile mehr als zwei Milliarden Menschen an Fettleibigkeit oder an Übergewicht. Eine erschreckende Zahl, die zeigt, dass sich die so genannte Adiposita zu einer immer größer werdenden Gefahr entwickelt. Aus diesem Grund werden die Regierungen weltweit von den Wissenschaftlern der renommierten britischen Medizinzeitschrift „The Lancet“ nun dazu aufgefordert, mit radikalen Schritten gegen die Ausbreitung von Fettleibigkeit und Übergewicht vorzugehen. Ähnlich wie beim Tabakkonsum sollen dabei von den Vereinten Nationen Rahmenkonventionen zur Kontrolle von Fettleibigkeit verabschiedet werden, so die Forderung der Wissenschaftler. Wie es in dem Artikel heißt, würde sich ohne ein entsprechendes Vorgehen die weltweite Epidemie des Übergewichts nicht mehr rückgängig machen lassen und sich zudem rasant weiter ausbreiten. Vor allem um Kinder und Jugendliche zu schützen, müsse die Werbung für ungesundes Essen kontrolliert werden, so die Wissenschaftler. Zudem müssten Regierungen unter anderem Zusatzsteuer auf ungesundes Essen und Trinken erheben. Bei einem Treffen der Vereinten Nationen im September müsse dieses Thema dringend zur Sprache kommen und nach einer Lösung gesucht werden. Anstoß für diese drastischen Forderungen lieferten die Zahlen einer neuen Studie der Universität im australischen Melbourne. Der Untersuchung zufolge sind mehr als 1,5 Milliarden erwachsene Menschen weltweit übergewichtig. Hinzu kommen 500 Millionen Fettleibige sowie 170 Millionen übergewichtige oder fettleibige Kinder. Die Fettleibigkeit habe mit diesen erschreckenden Zahlen in Regionen wie den USA oder dem Westen Australiens das Rauchen als größte zu verhindernde Gesundheitsgefahr überholt, heißt es in dem Leitartikel des Journals weiter. Auch Länder mit einem niedrigen oder mittleren Einkommen seien mittlerweile betroffen. Als fettleibig gilt jeder Mensch, der einen Body-Maß-Index von mehr als 30 Punkten erreicht. Diesen ermittelt man mit der Formel: Gewicht durch Körpergröße in Metern zum Quadrat.
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