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Tai Chi - Meditation in Bewegung

22.05.2009,

"Jegliche Bewegung im Tai Chi verzichtet auf das Ausüben von Kraft, sondern basiert auf dem Empfangen. Der beste Weg, um den Zustand des natürlichen Seins zu erlangen, ist sich zu entspannen" (Patrick S. W. Chan). So lautet ein Prinzip der Theorie des Tai Chi, das auch als "Schonen des Körpers" bezeichnet wird.

Der Sage nach sei der taoistische Mönch und Kung-Fu-Meister Chang San Feng aus dem 12. Jahrhundert der Begründer des Tai Chi Chuan. Er soll den Kampf zwischen einem Kranich und einer Schlange beobachtet und daraus eine "innere Kampfkunst" entwickelt haben.
Überliefert ist, dass im alten China Tai Chi Chuan in Adels- und Gelehrtenfamilien als Selbstverteidigungsform im Geheimen unterrichtet und ausgeübt wurde. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Tai Chi allen Bevölkerungsschichten in China zugänglich gemacht. Bis heute hat sich aus diesem Stil eine Vielzahl von "neuen" Formen entwickelt, die in aller Welt unterrichtet werden.

Seinen Weg in den Westen fand das Tai Chi durch den Yang-Stil-Meister Chen Man-Ching (1900-1975), der in den USA das Tai Chi populär machte. Über seine Schüler kam das Tai Chi dann nach Europa. Heute geht es nicht mehr um ein Kämpfen, sondern vielmehr um den bewussten Einsatz der Lebensenergie, des Chi. Diese Energie, das Chi, kann man sich wie eine Art elektromagnetische Kraft vorstellen: So wie die Waschmaschine oder das Telefon Strom brauchen, genauso braucht auch der Mensch Energie, damit sein Körper funktioniert. Je mehr Energie der Körper zur Verfügung hat, umso mehr kann er leisten. Ist keine Energie vorhanden, dann gibt es auch kein Leben. Tai Chi ist nicht nur körperliche, sondern auch mentale Bewegung. Es verbindet Körper und Geist im Fluss des Lebens. Mitfließen, geschehen lassen, in der Bewegung versinken und doch achtsam sein.

Wer Tai Chi lernen möchte, sieht sich einer Vielfalt an Möglichkeiten gegenüber. Mit der Beschreibung praktischer Übungen und den Angaben zu gesundheitlichen Wirkungen, dem Hintergrundwissen und den Ergänzungen für den Alltag liefert das neue Buch "Tai Chi für Senioren" der Tai-Chi-Lehrerin und Wellness-Trainerin Barbara Reik die wichtigsten Grundlagen. Alle Übungen schulen die Körperwahrnehmung und die Beweglichkeit. Sie fördern die Sensibilität, die Vorstellungskraft und die Konzentration. Sie ermöglichen die Erfahrung mit dem Chi und führen zu körperlicher und geistiger Ruhe und Ausgeglichenheit für Jung und Alt.

 

Quelle: Mankau Verlag




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