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Röteln und Masern sollen bis 2015 eliminiert werden

19.12.2011,

Auf einer Konferenz in Bonn vergangene Woche haben Vertreter aus den 53 Mitgliedstaaten der Europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO) darüber beraten, wie die Masern und Röteln bis 2015 in Europa eliminiert werden können. Ein ehrgeiziges Ziel für Europa, von dem wir derzeit noch weit entfernt sind.

Denn Masern sind in diesem Jahr bereits in 40 der 53 Mitgliedstaaten der WHO-Region Europa aufgetreten. Auch Deutschland zählt zu den Ländern in der Region, in denen die Masern noch zirkulieren. Die Gründe sind vor allem darin zu finden, dass die Impfquoten noch unzureichend sind und eine flächendeckende Überwachung der Rötelerkrankungen noch nicht etabliert ist. Bis Ende November 2011 wurden bereits 1.585 Masernfälle gemeldet.

Ein wichtiger Schritt zur Eliminierung der Masern ist das Impfen. Aus diesem Grund sollten sich Eltern mit ihrem Kinderarzt beraten und ihre Kinder rechtzeitig gegen Masern und Röteln impfen lassen, so das Bundesgesundheitsministerium. Doch auch für ungeimpfte Jugendliche und junge Erwachsene sei ein vollständiger Impfschutz wichtig. Deshalb wurde 2010 eine kostenlose Masernimpfung für die Altersgruppe der jungen Erwachsenen eingeführt.

Zudem ist zu beachten, dass Masern nach dem Infektionsschutzgesetz unter die meldepflichtigen Infektionserkrankungen fallen. Das bedeutet, der Arzt muss eine Masernerkrankung eines Patienten dem Gesundheitsamt melden. Der Arzt stellt bei Masern die Diagnose vor allem anhand des charakteristischen Hautausschlags und dem spezifischen Verlauf mit zweimalig sehr hohem Fieber. Da man sich die Ursache für Masern nicht behandelt lässt, besteht die Therapie allein darin, die Symptome der Infektionserkrankungen zu lindern. In einige Fällen kommt es zu Komplikationen, die teilweise lebensbedrohlich verlaufen - bis Ende November 2011 gab es zwei Todesfälle.




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