|
|
|
|
|
|
|
|
|
Kontroverser Diskurs: Wechselbewegungen zwischen GKV und PKV12.01.2012, Aufgrund der Tatsache, dass es in vielen privaten Krankenversicherungen zu Beginn diesen Jahres zu zahlreichen Beitragsanpassungen gekommen ist, wechseln immer mehr PKV- Versicherte zurück in die GKV. Dies berichtet der Spiegel, dessen Artikel nun kontrovers diskutiert wird. Laut “Spiegel” kehren sogar viel mehr Kunden aus der PKV in die GKV zurück als umgekehrt. Sowohl die Barmer GEK als auch die Techniker Krankenkasse (TK) berichten davon, dass im Jahr 2011 viele Neuzugänge aus der PKV kamen. Bei der Barmer GEK lag der Überschuss bei 27.600 und bei der TK bei 41.000 Neukunden: Zahlen die deutlich für die GKV sprechen. Diese Berichterstattung über die Abwanderung aus der PKV ist jedoch, laut dem Verband der Privaten Krankenkversicherungen nachweislich falsch. In einer Richtigstellung werden deutlich andere Zahlen dargestellt. Der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen (PKV), Volker Leienbach, erklärte in einer Pressemitteilung: „Jedes Jahr wechseln deutlich mehr Menschen aus der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die Private Krankenversicherung als in umgekehrter Richtung. Gegenteilige Behauptungen sind absurd und nachweislich falsch. Wenn einzelne Vertreter gesetzlicher Krankenkassen versuchen, einen anderen Eindruck zu erwecken, ist das nicht seriös. Verschwiegen wird dabei die Zahl der gesetzlich Versicherten, die im selben Zeitraum in die Private Krankenversicherung streben. Tatsache ist: Der Saldo der Wanderungsbewegungen zwischen GKV und PKV zeigt Jahr für Jahr einen großen Abstand zu Gunsten der PKV. ” Abschließende Zahlen für 2011 liegen zwar nach Aussage von Volker Leienbach noch nicht vor, doch die Zwischenberichte zeigen, dass von einem Abwanderungstrend aus der PKV überhaupt nicht die Rede sein kann – das Gegenteil ist richtig. Um die Berichterstattung zu korrigieren, listet der Verband der Privaten Krankenversicherung auf, wie hoch der Überschuss der Wechsler von der GKV zur PKV im Vergleich zum Wechsel von der PKV zur GKV ist. „Diese Zahlen sind seit jeher starken Schwankungen unterworfen, doch eines gilt für alle Jahre: Der Saldo zu Gunsten der PKV war immer eindeutig positiv. Überdies entstehen die meisten Wechsel zur GKV infolge zwingender gesetzlicher Vorgaben – vielfach sogar gegen den erklärten Willen der Versicherten. Demgegenüber erfolgt jeder Wechsel von der GKV zur PKV stets komplett freiwillig.“, so Volker Leienbach. Wanderungsbewegungen zwischen GKV und PKV (Zahlen des PKV Verbands) | 2010 | Übertritte zur PKV: 227.700 Abgänge zur GKV: 153.200 Saldo: + 74.500 | | 2009 | Übertritte zur PKV: 288.200 Abgänge zur GKV: 146.500 Saldo: + 141.700 | | 2008 | Übertritte zur PKV: 244.900 Abgänge zur GKV: 151.000 Saldo: + 93.900 | | 2007 | Übertritte zur PKV: 233.700 Abgänge zur GKV: 154.700 Saldo: + 79.000 | | 2006 | Übertritte zur PKV: 284.700 Abgänge zur GKV: 143.900 Saldo: + 140.800 |
Weitere News zum ThemaWeiter Bericht zum Thema
|
|
| Partner |
Gesundheit wird Ihnen präsentiert von: 
|
|
|
|
|
|