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Gesundheitszustand deutscher Kinder besorgniserregend schlecht06.07.2011, Wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK deutlich macht, hat sich der allgemeine Gesundheitszustand der Kinder in Deutschland in den vergangenen Jahren sichtbar verschlechtert. 56 Prozent der befragten Kinder- und Jugendärzte sehen eine deutliche Veränderung. Dabei wurden vor allem Verhaltensauffälligkeiten und psychische Problem hervorgehoben. Während 42 Prozent dabei nur eine leichte Zunahme erkennen, sind 55 Prozent der Meinung, dass die Problem stark zugenommen haben. Ein ähnliches prozentuales Ergebnis zeigt sich auch bei der Entwicklung des Übergewichts. Während 52 Prozent der befragten Kinder- und Jugendärzte eine starke Zunahme sehen, würden 43 Prozent diese Zunahme eher als leicht bezeichnen. Deutlich wird jedoch, dass im Allgemeinen viele der Befragten Ärzte eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes deutlich wahrnehmen. Neben psychischen Problem und Übergewicht haben vor allem Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren zunehmend auch mit Defiziten im motorischen Bereich zu kämpfen. Zudem haben die kleinen Patienten laut der Umfrage mehr Haltungs- und Rückenprobleme, Hör- und Sprachdefizite und vermehrt Hautproblem. Als Ursachen für diese Entwicklung geben die Ärzte weitgehend bekannte Punkte an: Ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung, aber dafür eine umso intensivere Nutzung von modernen Massenmedien, geringe Bildung und eine fehlende Vorbildfunktion der Eltern oder anderer Autoritätspersonen. In Anbetracht dieser Untersuchungen mahnt der Kinderärzteverband wiederholt zur Überarbeitung des 40 Jahre alten Vorsorgeprogramms an. Die bestehenden Vorsorgeuntersuchungen seien ungenügend und erfassen vor allem Kinder bis zu einem Alter von sechs Jahren. Da viele Problem aber erst später sichtbar werden, ist die Möglichkeit der Ärzte einzugreifen sehr begrenzt. Dies muss sich aufgrund der Tatsache, dass davon ausgegangen werden kann, dass die Gesundheitsprobleme weiter zunehmen werden, ändern. Wie die Vorsitzende der Kinderkommission des Bundestages, Marlene Rupprecht (SPD) sagte, würde es grundlegend nicht an den Programmen zu Gesundheitsvorsorge mangeln. Diese müssten jedoch gezielter auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet werden und in ihrer Wirksamkeit überprüft werden.
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