|
|
|
|
|
|
|
|
|
EHEC-Epidemie: Krankenhäuser kämpfen mit der Mehrbelastung10.06.2011, Aufgrund der EHEC-Epidemie haben viele Krankenhäuser, vor allem Uni-Kliniken in Norddeutschland, mit einer zunehmenden, medizinischen Mehrbelastung zu kämpfen. Während die Anzahl der Neuerkrankungen leicht rückläufig ist, stehen die Krankenhäuser jedoch möglicherweise vor starken finanziellen Problemen. Durch die intensive Behandlung der EHEC-Infizierten steigt zum medizinischen Aufwand auch die zusätzliche Belastung für das knapp bemessene Budget. Grund für den möglichen finanziellen Engpass ist die Tatsache, dass die gesetzlichen Krankenkassen pro Jahr nur für eine bestimmte Anzahl von Patienten den vollen Satz bezahlen. Die Maximalanzahl von Patienten, welche von Krankenhaus und Krankenkassen ausgehandelt wird, beruht auf Erfahrungswerten. Für Patienten, die oberhalb dieser vereinbarten Anzahl behandelt werden, zahlt die Krankenkasse pro Patient nur noch 35 Prozent der üblichen Pauschale. In einem Interview mit tagesschau.de forderte Andreas Tecklenburg, Vizepräsident der MHH, dass Katastrophen und Epidemien aus der Ausgleichsregelung herausgenommen werden müssen und dass die Mehrkosten für die EHEC-Patienten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden müssten. Wie Gesundheitsökonom Eckhard Nagel im ARD-Mittagsmagazin erörterte, sind die tatsächlichen Kosten der EHEC-Patienten noch nicht absehbar. Dies liegt vor allem daran, dass die Krankenhäuser bisher schon eine Vielzahl von Sonderausgaben verbuchen mussten. So waren zum Beispiel kleine Umbaumaßnahmen notwendig, um die Isolation der EHEC-Patienten zu gewährleisten. Zudem mussten für die Nachsorge, die eigentlich bei Unikliniken gar nicht vorgesehen ist, neue Geräte angeschafft werden. Die Finanzierung scheint jedoch trotz der Mehrbelastung gesichert. Medienberichten zufolge geht Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr davon aus, dass die Krankenkassen ihre Budgets bei den Krankenhäusern anpassen, die momentan eine Vielzahl von EHEC-Patienten behandeln. Jedoch müssen im Zuge dessen Maßnahmen getroffen werden, die gewährleisten, dass nur diejenigen Krankenhäuser finanziell unterstützt werden, die diese Finanzspritze auch tatsächlich benötigen.
Weitere News zum ThemaWeiter Bericht zum Thema
|
|
| Partner |
Gesundheit wird Ihnen präsentiert von: 
|
|
|
|
|
|