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BKK Landesverband Bayern kritisiert Hortung im Gesundheitsfond09.12.2011, Nach aktuellen Berechnung des GKV-Schätzerkreises verfügt der Gesundheitsfond über eine Reserve von 8,6 Milliarden Euro. Davon machen rund 3 Milliarden Euro die gesetzliche Mindestreserve im Gesundheitsfond aus und 2 Milliarden werden für Zwecke des Sozialausgleich vorgehalten. Ungeachtet dessen, dass es auch 2012 keinen Sozialausgleich geben wird, weil die gesetzlich Versicherten im Bundesdurchschnitt per Gesetz nicht stark genug durch Zusatzbeiträge belastet sind, werden 3,6 Milliarden Euro ohne für Kritiker erkennbaren Grund im Gesundheitsfond gehortet. Sigrid König, Vorständin des BKK Landesverbandes Bayern, kritisiert dieses Vorgehen: „Der sich abzeichnende Überschuss im Gesundheitsfonds ist eine gute Entwicklung, aber leider kommt das Geld nicht bei den gesetzlichen Krankenkassen an. Aufgrund hoher Liquiditätsreserven und weiterer Anhäufungen im Gesundheitsfonds werden die gesetzlichen Krankenkassen finanziell kurz gehalten. Gleichzeitig werden aber mit den virtuellen Geldquellen Begehrlichkeiten bei Ärzten und anderen Akteuren im Gesundheitswesen geweckt“. Zudem bezweifelt Sigrid König, dass dieses Horten ökonomisch sinnvoll und im Interesse der Versicherten ist, wenn immer noch Krankenkasse Zusatzbeitrag erheben müssen oder auf Kante genähte Haushalte vorlegen. Da Versicherte zu Recht marktgerechte Beitragssätze bei bestmöglicher medizinischer Versorgung erwarten, sieht die BKK-Chefin die Widerherstellung der Autonomie der Kassen als wünschenswert an: „ Mit der Rückkehr zur Finanzautonomie der Kassen und dem Verzicht auf das Zusatzbeitrags-Verfahren würde die gesetzliche Krankenversicherung von einer erheblichen Fehlsteuerung entlastet", so die BKK-Chefin.
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